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Wurzen Betreutes Wohnen in Bennewitz nimmt Form an
Region Wurzen Betreutes Wohnen in Bennewitz nimmt Form an
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09:01 05.06.2018
Betreutes Wohnen im ehemaligen Gasthof: Das DRK hatte zum Tag der offenen Tür auf der Baustelle eingeladen. Quelle: Ines Alekowa
Bennewitz

Noch ist der ehemalige Gasthof an der Leipziger Straße in Bennewitz Baustelle. Trotzdem herrschte beim Tag der offenen Tür ein stetiges Kommen und Gehen. Vor allem künftige Mieter nutzten das Angebot vom Betreiber Deutsches Rotes Kreuz (DRK), um sich schon mal die Räumlichkeiten im betreuten Wohnen anzuschauen. Aber auch interessierte Bürger kamen. „Uns ist wichtig, dass die Bennewitzer, die viele Erinnerungen mit dem Gasthof verbinden, schauen können, was daraus wird“, sagte Bettina Belkner vom DRK-Vorstand, „denn wir möchten im Ort viele Partner haben. Viele wissen auch nicht, was sich hinter dem Begriff betreutes Wohnen verbirgt, die können sich heute informieren.“

Bau liegt im Zeitplan – Kosten sind gestiegen

Der Zeitpunkt war so gewählt, dass verschiedene Baustufen zu erkennen waren – vom Erdgeschoss, wo offene Trockenbauwände noch den Blick auf das Leitungsnetz erlaubten, bis zum Dachgeschoss, wo schon Fußbodenbelag und Türen eingebaut waren. „Hier sind die Traumwohnungen mit Dachterrasse und herrlichem Blick“, schwärmte sogar Belkner. Mit dem Bau liege man voll im Zeitplan“, zeigte sie sich zufrieden. Das sei umso bemerkenswerter, als eine Reihe von Auflagen des Denkmalschutzes umzusetzen waren. Die Wohnungen waren reversibel einzubauen, und so verbirgt sich hinterm Trockenbau noch immer die Bühne, die Leuchter hängen über der Zwischendecke des Saales. „Leider sind dadurch vier Wohnungen verloren gegangen“, bedauerte sie, und der Bau sei insgesamt „um einiges teurer“ geworden. Auf drei Etagen verteilt entstanden 25 Wohnungen, zwischen 48 und 71 Quadratmeter groß. „Ich bin sicher, dass wir am 1. September die ersten Mietverträge verschicken können“, sagte Belkner und schmunzelte: „Die ersten sitzen bestimmt schon auf gepackten Koffern.“

Interesse in Bennewitz ist groß – Warteliste

Zumindest maßen einige mit dem Zollstock schon mal nach, ob das ein oder andere geliebte Möbel auch im neuen Domizil Platz hat. Auch Eveline Bergmann war gekommen – nicht als Gemeinderätin, sondern ganz privat. „Ich werde bald 80, möchte gern in Bennewitz bleiben, und da kam das Angebot wie gerufen“, verriet sie und führte durch ihre 64-Quadratmeter-Wohnung mit offener Küche zum Wohnzimmer. Der Bennewitzer Lutz Donner, der sich mit Frau Liane umschaute, geht ebenfalls auf die 80 zu. „Da muss man sich langsam kundig machen“, meinte er, auch wenn es im Rücken noch nicht „piept“. Besonders klasse fand er die Fußbodenheizung. „Das ist wirklich altersgerecht.“

Barrierefreiheit und Anschluss an Tagespflege

Das Projekt ist schon jetzt ein Volltreffer. Bis auf eine Wohnung gibt es für alle feste Interessenten. Was viele überrascht, wie Pflegedienstleiterin Manuela Wolff erzählte. „Viel bekunden aber auch Interesse für später, es wird eine Warteliste geben.“ Belkner hat das erwartet, „denn die Nachfrage in Bennewitz war immer mehr gewachsen“. Zumal zu den Pluspunkten des betreuten Wohnens im Ex-Gasthof – von der Barrierefreiheit über Hausnotruf bis Anschluss an die Tagespflege im Freizeittreff gegenüber – auch das Umfeld mit ordentlichen Fußwegen, Bushaltestelle, Bäcker und Fleischer topp sei. Mit dem Objekt hier betreibt das DRK nach Wurzen und Grimma das dritte betreute Wohnen im Muldental.

Von Ines Alekowa

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