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Wurzen Beuchaer Bahnhof wird zur Konzert-Bühne
Region Wurzen Beuchaer Bahnhof wird zur Konzert-Bühne
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16:59 15.10.2017
Premiere im einstigen Beuchaer Bahnhofsgebäude: JuezzBox gestaltete am Sonnabend den Auftakt für eine für das nächste Jahr geplante kleine Veranstaltungsreihe. Quelle: Roger Dietze
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Brandis/Beucha

Zeit ist bekanntlich eine relative Größe, abhängig etwa vom Aufenthaltsort, der Art der ausgeübten Tätigkeit – beispielsweise Urlaub oder Job – oder auch davon, wie man sie nutzt respektive verschwendet. Am Beuchaer Bahnhof hat der in dem Brandiser Ortsteil beheimatete und überregional bekannte Klangkünstler Erwin Stache diese Relativität auf seine eigene Art und Weise zum Ausdruck gebracht – in Form der ein Eigenleben führenden Bahnhofsuhr.

„Einige Leute hatten sich bei der Deutschen Bahn über den Stillstand der Uhr beschwert, das Unternehmen seinerseits hat das Problem dann an mich weitergereicht, und ich habe es in meinem Sinn gelöst“, so augenzwinkernd Fred Richter, der Eigentümer der einstigen Bahn-Immobilie. „Auf jeden Fall war die Resonanz aus der Bevölkerung auf den vor und zurück springenden Zeitmesser groß, mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass die Uhr nicht wie eine normale Uhr tickt und nicht zur zeitlichen Orientierung taugt“, so der Werbefachmann.

Am Sonnabendabend hatte dieser die Türen seiner Immobilie unter dem Motto „Musik im Bahnhof“ erstmals für ein breiteres Publikum im Zusammenhang mit einer Livemusikveranstaltung geöffnet. Zu Gast war das Duo JuezzBox alias Simon Weißbach und Gerolf Wodtke, dessen Markenzeichen die musikalische Synthese von Blues und Jazz (Juezz) ist. Einer der beiden, Gerolf Wodtke, seines Zeichens Ex-Sänger und -Keyborder der Leipziger Beatlegende The Butlers, hatte seine Visitenkarte im Beuchaer Bahnhofsgebäude unlängst im Rahmen des Tages des offenen Denkmals gegeben. „Die Wartehalle hat nicht nur einen schrägen Charme, sondern darüber hinaus eine ganz gute Akustik, was mich auf die Idee regelmäßiger Konzerte gebracht hat“, so Fred Richter. Er kündigt eine kleine Konzertreihe mit drei bis vier Veranstaltungen für 2018 an.

Das nächste Jahr soll auch die eine oder andere neue Ausstellung bringen, derweil die aktuell laufende Kunstaktion „Raum und Zeit“ auf Dauer angelegt ist. „Indem wir in die künstlerische Gestaltung auch die Fenster einbezogen haben, beugen wir zugleich Vandalismus vor“, so der Wahl-Beuchaer, der mit dem Erwerb der Bahn-Immobilie vor einigen Jahren zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat. „Zum einen habe ich ein Faible für historische Bauten, zum anderen war der Platz in meinem im ehemaligen Güterschuppen untergebrachten Firmengebäude knapp geworden“, nennt Richter Gründe für den Bahnhofserwerb.

Naheliegend, dass der 60-Jährige auch die Bemühungen zur Wiederbelebung des vis-à-vis des Bahnhofsgebäudes gelegenen Kulturhauses nach Kräften unterstützt. „Ich finde, dass diese Örtlichkeit einen idealen Treffpunkt für die Beuchaer bilden könnte“, so Richter, der die in diesem Jahr initiierten Kinoabende im Hof des Kulturhauses als großen Erfolg bewertet. „Im nächsten Jahr wird es eine Wiederholung der Kinoabende geben“, so der Hobby-Historiker, dem zufolge mittlerweile eine Machbarkeitsstudie für das Kulturhaus-Projekt läuft.

Von Roger Dietze

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