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Wurzen Beuchaer Stundenlauf geht in die 60. Runde
Region Wurzen Beuchaer Stundenlauf geht in die 60. Runde
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00:31 24.03.2018
Stundenlauf Quelle: privat
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Brandis/Beucha

Rein in die Laufhose und die Sportschuhe geschnürt – am Freitag, 17 Uhr, lädt die Abteilung Leichtathletik beim ESV Lok Beucha wieder zum Stundenlauf mit Musik. Und zwar zu einem runden auf der 400-Meter-Rundlaufbahn des Schulsportplatzes – dem 60.!

Ein Blick hinter die Startlinie: „Vor 35 Jahren haben wir für die Schüler einen ,Lauf für den Frieden’ organisiert“, erzählt Abteilungsleiter Wolfgang Schor, der seit 1980 an der Oberschule Beucha, jetzt an der Oberschule Brandis Sport und Biologie unterrichtet, von den Anfängen. Auch noch immer gehen hauptsächlich Kinder an den Start, ein Drittel der Läufer aber sind inzwischen Erwachsene. „Das freut uns sehr“, sagt Schor. Die kontinuierlich gestiegenen Teilnehmerzahlen – in den letzten Jahren immer um die 200 – belegen den Kultcharakter der Veranstaltung. 2008 ging der 50. Jubiläumslauf sogar mit dem Rekord von 260 Sportlern über die Bühne.Bis dahin gab es übrigens zwei Stundenläufe pro Jahr. „Aber der Herbstlauf und der ebenfalls vom ESV ausgerichtete Triathlon-Tag lagen zu nah beieinander“, erklärt Schor.

Auch Walker willkommen

Natürlich rechnen die Beuchaer Leichtathleten zum 60. mit besonders vielen Teilnehmern. Auch Walker sind herzlich eingeladen, sie verabschieden sich nach dem Start für eine Stunde an den Autobahnsee. Der Start für Kinder und Jugendliche ist kostenlos, Erwachsene zahlen zwei Euro. Schor selbst allerdings wird das Feld nicht verstärken. Das Knie macht bei dem 63-Jährigen nicht mehr so richtig mit.

Der beliebte Volkssportlauf findet seine Fans vor allem in Beucha und Umgebung. „Die Örtlichkeit gibt nicht mehr her“, sagt Schor. Denn der Schulsportplatz, 1969 auf Initiative des vor Kurzem verstorbenen Erhard Brückl, lange Jahre Sportlehrer an der Grund- und Oberschule Beucha, angelegt, ist mittlerweile ziemlich verfallen. „Der Stundenlauf gleicht deshalb eher einem Crosslauf“, versucht es Schor mit Humor. Seine Hoffnung, dass die Stadt Brandis am Zustand der Anlage etwas ändert, hat er aber noch nicht aufgegeben.

Marc Werner gibt den Startschuss

Auch diesmal wird wieder ein Promi den Startschuss abgeben: Marc Werner, der beim Lauf- und Freizeitverein Oberholz trainiert und 2016 den Leipzig-Marathon wie auch den Städtelauf Wurzen - Grimma gewann. Er setzt damit eine Reihe fort, die 1993 beim 20. Lauf mit Marathonläufer und DDR-Olympiasieger Waldemar Cierpinski begann. „Er ist uns zugelaufen“, scherzt Schor. Der damalige Übungsleiter Gerhard Lohse, ein ehemaliger Zehnkämpfer, kannte Cierpinski und gewann ihn als Überraschungsgast. „Während sonst ein hoffnungsvoller Nachwuchssportler unseres Vereins den Startschuss übernehmen darf, haben wir versucht, für runde Stundenläufe weiter Promis zu engagieren“, sagt Schor. Wasserspringerin und Europameisterin Brita Baldus startete 1996 den 25. Lauf, beim 50. war es der fünffache Olympiateilnehmer und Olympiasieger im Skeet-Schießen, Axel Wegner. „Der wohnt in Brandis, hat seine Medaillen mitgebracht – es war eine schöne Geschichte.“

Nach dem Startschuss 17 Uhr heißt es Runden sammeln. Trotzdem: „Es ist kein Wettkampf“, betont der Abteilungsleiter. „Im Vordergrund steht der volkssportliche Charakter des Laufs.“ Deshalb gibt es kleine Präsente in der Regel auch nur für den jüngsten und ältesten Teilnehmer. „Diesmal allerdings wartet dank eines Sponsors auf jeden eine Jubiläumsurkunde und auf jedes Kind zusätzlich eine tolle Erinnerungsmedaille“, sagt er.

Fotoschau zur Geschichte des Laufs

Überhaupt hat sich die Abteilung Leichtathletik, die aktuell 60 Mitglieder zählt und – was Schor besonders freut – auf viele Erfolge bei Wettkämpfen im Kreis verweisen kann, einiges für die Veranstaltung einfallen lassen. Ab 15.30 Uhr können sich besonders die Kinder an verschiedenen Stationen sportlich auf den Jubiläumslauf einstimmen. Hüpfburg, Fahrradhindernisstrecke, Laserbiathlon, Tischtennis und andere sportliche Wettbewerbe sollen zur Aufwärmung dienen. Vielleicht erkennt sich aber auch der ein oder andere bei der Fotoschau zur Geschichte des Stundenlaufs wieder, die im Vorraum der Turnhalle aufgebaut ist. „Für die treuesten Fans unseres Volkssportlaufes ist der Urkundenwettbewerb gedacht“, sagt Schor. Auf diejenigen, die bei der Anmeldung die meisten Teilnehmerurkunden vorlegen können oder vielleicht die „älteste“ aufgehoben haben, warten tolle Preise. „Wir sind gespannt.“

Und weil Laufen hungrig und durstig macht, ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt, und zwar durch den Förderverein der Grundschule, die parallel zu ihrem Tag der offenen Tür einlädt.

Von Ines Alekowa

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