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Wurzen Biber-Kartierer bitten um Mithilfe
Region Wurzen Biber-Kartierer bitten um Mithilfe
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17:11 28.12.2009
Wurzen

Die Erfasung läuft regelmäßig seit 42 Jahren.

Einer, der sich seit Jahren um die Erfassung der Tiere in der Wurzener Region kümmert, ist der Wurzener Günter Hoffmann. Der Experte hofft besonders jetzt auf die Mithilfe der Bürger, die in diesen Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr mehr als üblich durch die Landschaft streifen und entsprechende Beobachtungen und Entdeckungen machen könnten, die auf das Biberleben hinweisen.

„Nachdem uns die ersten Vorboten des Winters erreicht haben, sind die Bedingungen für die Erfassung nahezu optimal“, erklärt Günter Hoffmann. Durch den Rückgang von Unkraut und anderer Vegetation seien die Fraßstellen der geschützten Tiere jetzt recht gut zu erkennen. Auch die Ausstiege der Biberbehausungen werden sichtbar, so der ehrenamtliche Helfer.

„Deutliche Anzeichen für eine Ansiedlung sind Fraßspuren an Gehölzen in der Nähe von Gewässern, nachdem durch Frosteinwirkung die Ufer begleitenden Pflanzen dem Biber als Nahrung nicht mehr zur Verfügung stehen“, erklärt Hoffmann, der darauf hinweist, dass der Biber keinen Winterschlaf hält wie vielfach angenommen wird.

Wer seine wertvollen Gehölze vor den kräftigen Zähnen des Nagers schützen will, sollte die Pflanzen mit einer Draht-hose versehen. So können größere Schäden vermieden werden, empfiehlt der Kenner. Ein anderer Schutz sei im Grunde nicht möglich, da ohne behördliche Genehmigung keine Biberansiedlungen beziehungsweise deren Bauten zerstört werden dürfen.

Um die Kartierung so umfassend wie möglich gestalten zu können, sollten sich Spaziergänger oder Hausbesitzer, die die genannten Biberspuren entdecken, bei Günter Hoffmann melden. Telefonische Mitteilungen sind täglich ab Mittag unter der Rufnummer 03425/815510 möglich.

Die Kartierung der Bibervorkommen wird bereits seit 42 Jahren vorgenommen, seit die ersten Elbebiber (damals vom Aussterben bedroht) den Altkreis Wurzen besiedelten.

Drago Bock

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