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Wurzen Bienenkrankheit? Wurzens Imker sind alarmiert
Region Wurzen Bienenkrankheit? Wurzens Imker sind alarmiert
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17:07 16.03.2017
Quelle: picture alliance / dpa
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Wurzen

Mit den Frühjahrsblühern kommen die Bienen. Die ersten Flugtage ihrer Schützlinge ließen daher die Herzen der Imker höher schlagen, wie Gottfried Stecher, Vorsitzender des Bienenzüchtervereins Wurzen und Umgegend 1867 informierte. Schließlich stellen sie jetzt fest, inwieweit ihre Schützlinge über den Winter gekommen sind. Jedoch wurde die Freude einiger Imker getrübt. „Sie wissen nicht, ob sich ihre Bienen noch im Herbst möglicherweise mit einer Bienenkrankheit oder einer Parasitose infiziert haben.“

Fakt sei, so Stecher, dass im Vorjahr ein unbekannter Imker mit 40 Völkern wahrscheinlich zur Kornblumenblüte unweit von Kornhain einwanderte. Zwar stehen seine Kästen noch – aber von den Bienen fehle jede Spur. „Das geringste Übel für die ortsansässigen Imker wäre, wenn die Völker während des Winters verhungert sind.“ Weitaus schlimmer wiege jedoch der mögliche Befall durch die Varromilbe im Herbst. Dann hätten sich räuberische Völker aus der Nachbarschaft, die ordnungsgemäß gegen die Milbe behandelt worden waren, wieder infiziert. In diesem Fall müssten Imker sofort reagieren, um ihre Völker zu erhalten. Stecher erinnert in diesem Zusammenhang außerdem an die Faulbrut, die in Sachsen verstärkt aufgetreten sei. Die Krankheit ziehe eine umfangreiche Behandlung unter Leitung des Veterinäramtes nach sich – „bis hin zur Verpflichtung des Abtötens der Völker“. Zugleich lege die Behörde einen Sperrbezirk fest, der dann auch Flächen der Obsthof Wurzen GmbH beträfe.

Schon deswegen beschäftigten sich die Mitglieder des Bienenzüchtervereins Wurzen und Umgegend 1867 in ihrer jüngsten Versammlung mit der aktuellen Situation und appellieren an die Landwirtschaftsbetriebe der Region, fremden Imkern nur nach Abstimmung mit den örtlichen Imkern das Aufstellen von Bienenkästen zu gestatten. Jener Hinweis, betonte Stecher, „betrifft auch Bienenvölker zur Bestäubung von Saatgutvermehrungskulturen“. Denn oft bedarf es lediglich zusätzlicher Bienen und keiner Völker, „weil sich ohnehin mehr als erforderlich im Umkreis befinden“.

Von Kai-Uwe Brandt

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