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Wurzen Bis zu 400 Jugendliche pro Monat nutzen die Angebote in der alten Fabrikantenvilla
Region Wurzen Bis zu 400 Jugendliche pro Monat nutzen die Angebote in der alten Fabrikantenvilla
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16:26 29.03.2017
In einem Spiegelsaal der alten Fabrikantenvilla proben die Mitglieder von Pump-Kings ihre Choreografien im Breakdance. Wer Lust hat, kann die Art des Tanzes hier erlernen. Quelle: Foto: Thomas Kube
Wurzen

Am 1. April ist es genau ein Jahr her, dass Thomas Graul die Leitung im Kinder- und Jugendzentrum Wurzen (KiJuWu) übernahm. Seitdem habe sich in der früheren Fabrikantenvilla an der Alten Nischwitzer Straße viel getan, betont der 54-Jährige. Derzeit nutzen etwa 400 Kinder und Jugendlichen pro Monat die Angebote der Einrichtung in Trägerschaft der Kindervereinigung Leipzig. Zum Stamm, der täglich kommt, gehören gut 15 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren.

Was sie lockt, weiß Graul nur zu genau. Denn das Haus biete unter anderem ein großes Gelände mit Beachvolleyball- und Fußballplatz, aber ebenso verschiedene Geräte für Outdoortraining. Freizeitspaß aller Couleur wartet außerdem drinnen. „Wir helfen natürlich auch bei den Hausaufgaben und beraten Alleinerziehende, wenn es Probleme mit ihren Schützlingen gibt.“

Graul fühlt sich nach den zwölf Monaten im jetzigen Job sichtlich wohl und setzte neben Altbewährtem bereits neue Akzente. So begeistert Chris und seine Karaoke in der oberern Etage vor allem die kleinen Nachwuchsstars, während unten die Jugendband „Weitblick“ sowie die Breakdancegruppe „Pump-Kings“ proben. Wer es sportlicher mag, ist beim Kampfkunstverein Juan-Tin gut aufgehoben. Nicht unerwähnt lassen will der gelernte Forstwirt aus Altenbach, der sich zur Fachkraft für Sozialarbeit weiterbildete, die Feriengestaltung über drei Wochen im Sommer. Oder den Tag der Kindersicherheit, der 2017 gemeinsam mit Partnern wie dem DRK Muldental und der Feuerwehr am 7. Juni in der Alten Nischwitzer Straße stattfindet. Zweimal im Jahr beteiligt sich das Kinder- und Jugendzentrum am Fußballturnier um den Kafril-Pokal, und vom 18. bis 27. Juli soll es ins Schweden-Camp gehen. „Unsere zweite Schiene ist das Spielmobil, das wir Vereinen, Schulen, Kitas sowie Unternehmen für besondere Anlässe zur Verfügung stellen“, fügt Graul an. Den Aufbau und die Betreuung managen die Jugendlichen im Übrigen selbst.

Im Anschluss kündigt der KiJuWu-Leiter noch zwei Vorhaben an, die ihm am Herzen liegen. Im Schulterschluss mit einheimischen Handwerkern will er nämlich das alte Trafohäuschen vor der Villa wieder auf Hochglanz bringen – sozusagen als touristische Litfaßsäule am Pilgerweg. Denn seiner Idee zufolge zieren nach der Sanierung eine Stadtkarte sowie Informationen zu nahen Sehenswürdigkeiten die Wände. Im Innern kann sich Graul eine kleine Fahrradwerkstatt für Kinder und Jugendliche vorstellen. Bislang sucht das KiJuWu hierfür Mitstreiter. Mit Projekt zwei – einer Holzwerkstatt – möchte Graul handwerkliche Fertigkeiten und selbstständiges Arbeiten fördern.

Doch auch in Sachen Personal gibt es Neues zu berichten. Dank der Zustimmung des Wurzener Stadtrates für 40 000 Euro zur Cofinanzierung von weiteren Stellen im KiJuWu, sucht die Kindervereinigung gerade per Ausschreibung einen Sozialpädagogen für 35 Stunden die Woche bis vorerst Ende 2017. Damit würde das heutige Team der Einrichtung, Graul und Beatrice Vinz, auf drei Mitarbeiter anwachsen. Schließlich betreut der Chef des Hauses mit Rat und Tat noch die vier städtischen Jugendklubs in Selbstverwaltung – Kühren, Burkartshain, Sachsendorf und Nitzschka.

Kinder- und Jugendzentrum Wurzen, Alte Nischwitzer Straße 4, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend von 14 bis 19 Uhr

Von Kai-Uwe Brandt

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