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Wurzen Blitzblanke und tuckernde Oldies
Region Wurzen Blitzblanke und tuckernde Oldies
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13:47 14.06.2010
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Hohburg

Für zwei Tage drehten Alttraktorenfreunde aus dem ganzen Land die Uhren zurück und ließen ein Stück Vergangenheit lebendig werden. Sie lenkten ihre illustren Gefährte nicht nur über die Landstraßen. Sie kamen aus dem Holz oder fuhren ins Heu. Sie hatten sich für die Kartoffelernte flottgemacht oder waren mit der Bäuerin auf dem Seitensitz unterwegs zur Flurbeschauung. Wer die Flotte der historischen Landmaschinen bei Rundfahrt oder Festumzug erlebte, registrierte die feinen Details, mit denen die Eigentümer ihre Fahrzeuge zu mehr machten, als einer Augenweide für den Technik-Interessierten. Mit Blumen waren die Traktoren geschmückt. Auch die Fußball-WM spielte eine Rolle. Da schlummerte die Bäuerin nach getaner Arbeit an des Bauern Schulter. Mitten in der Ernte-Flotte rollte auch der Wartburg des Brigadiers. Offensichtlich hatte der denen ganz oben Bericht über die besten Ernteerfolge zu erstatten. Denn Honeckers Konterfei rollte mit. Selbst schwarze Rauchwolken, die sich ab und an mit warmen Druck den Weg in die Reihen der Zaungäste bahnten, taten der Freude keinen Abbruch. Im Gegenteil. Den meisten Besuchern reichte es nicht, die ratternde Oldtimer-Flotte vorbeifahren zu sehen. Sie folgten den Maschinen auf die Festwiese, um dort vielleicht auch mit denen, die in den Fahrersitzen saßen, ins Gespräch zu kommen oder aber das Rundum-Angebot des Hohburger Traktorentreffens zu genießen. Schausteller und Händler waren da, ein Festzelt für das kulturelle Rahmenprogramm ebenso. „Es war nicht machbar, dass wir die Traktoren in diesem Jahr mit den Schaustellern auf einen Platz postieren konnten. Rund 250 Maschinen waren beteiligt", reagierte Dirk Keymer, Chef-Organsiator der Hohburger Alttraktorenfreunde auf Hinweise einiger Händler. Die hätten sich wieder den bunten Trubel der vergangenen Jahre gewünscht, als hunderte Technikfans immer auch von ihren Offerten gelockt wurden. Von diesen Befindlichkeiten ahnten die eigentlichen Akteure indes nichts. Sie waren von morgens neun beim Frühstück bis spät in die Nacht beim Tanz zugange, feierten, tauschten Erfahrungen aus. Für Hohburg wurden selbst weite Anreisen nicht gescheut. Karl Nachbar zum Beispiel kam aus Wolfsburg hierher. Auf einem Lanz, Baujahr 1950, rollte er im Zug. „Ich bin das erste Mal hier und finde es enorm, was die Hohburger auf die Beine gestellt haben", sagte Nachbar, der einst im VW-Werk als Ingenieur die Nutzfahrzeuge des Automobilbauers mit einwickelte. Beruflichen Hintergrund hatte auch Stephan Laubner aufzuweisen. Er sei Kraftfahrer gewesen, erzählte er. „Geliebäugelt habe ich schon immer. Vor rund sechs Jahren hat es mich dann richtig erwischt. Ich restaurierte mir einen Hanomag, der 50 Jahre alt ist", sagte Stephan Laubner. 50 Jahre war übrigens kein Altersrekord. Für den Spitzenwert in der Hohburger Oldtimerriege mussten da noch 23 Jährchen draufgelegt werden.

Conny Hanspach

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