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Wurzen Bollwerk gegen die Mulde: Unterlagen liegen in Machern und Bennewitz aus
Region Wurzen Bollwerk gegen die Mulde: Unterlagen liegen in Machern und Bennewitz aus
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09:47 02.11.2016
Bei Grubnitz liefen bereits Bauarbeiten für den neuen Deich Quelle: LTV/suedraumfoto
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Machern/Bennewitz


Das Vorhaben ist nicht für einen besseren Schutz der unmittelbaren Mulde-Anwohner von Bedeutung, teilt die Landesdirektion Sachsen mit. Im Rahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms spiele die Maßnahme auch für den Freistaat Sachsen und auf nationaler Ebene eine wichtige Rolle.

Der Deich wird insgesamt exakt 4982 Meter lang. „Der für den Neubau vorgesehene Abschnitt beginnt nördlich der Ortslage Püchau und verläuft nordöstlich der Ortsteile Püchau und Dögnitz in der Gemeinde Machern sowie nördlich der Ortslage Nepperwitz bis zum vorhandenen Deich Groitzsch-Bennewitz nördlich von Grubnitz.“ Das Bauwerk werde nach seiner Fertigstellung Schutz vor einem statistisch alle 100 Jahre auftretenden Hochwasser bieten. Die Deichhöhe wird durchschnittlich zirka 2,75 Meter und maximal 3,60 Meter betragen. Dadurch ergibt sich eine durchschnittliche Deichaufstandsfläche von 20 bis 25 Metern, inklusive der beidseitig jeweils fünf Meter breiten Deichschutzstreifen. Die Wasserbarriere wird eine Kronenbreite von drei Metern und eine Böschungsneigung von 1:3 aufweisen. Im Bereich des geplanten Schöpfbauwerkes Püchau wird die Deichkrone laut Unterlagen auf 23 Meter verbreitert, um die notwendigen Bauwerke unterzubringen. Im Bereich der Querung des neuen Deiches durch den Saubach in Höhe Püchau wird ein Siel und das so genannte Schöpfwerk neu errichtet, um die Binnenentwässerung zu gewährleisten. In Sichtachse des Schlossparkes Püchau soll der Deich mit einer Neigung von 1:4 hergestellt werden. Auf der gesamten Länge der geplanten Deichbaumaßnahme wird ein landseitiger Deichverteidigungsweg mit einer Breite von vier Metern entstehen.

Der bestehende Altteich wird in Höhe Groitzsch auf einer Länge von rund 300 Metern zurückgebaut, um im Hochwasserfall ein schnelles Ablaufen der überfluteten Fläche zu gewährleisten. Auch die Siele Groitzsch I und II werden zurückgebaut. Die Kosten der Baumaßnahme werden auf elf Millionen Euro beziffert.

Von Simone Prenzel

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