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Wurzen Borsdorf: Ludwig Martin legt Amtseid ab
Region Wurzen Borsdorf: Ludwig Martin legt Amtseid ab
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15:41 19.05.2015
Will alles tun für die Interessen der Gemeinde Borsdorf: Dem wiedergewählten Borsdorfer Bürgermeister Ludwig Martin (r.) wird von Peter Großmann (beide CDU) der Amtseid abgenommen. Quelle: Andreas Röse

Der Vorsprung in der 8200-Einwohner-Kommune hatte nur 238 Stimmen betragen.

Peter Großmann, CDU-Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister, kam die Aufgabe zu, Ludwig Martin den Amtseid abzunehmen. Der Borsdorfer führt die Geschicke der Kommune seit 1999. Beim Urnengang vor sieben Jahren hatte er gegen zwei weitere Mitbewerber noch einen 85-Prozent-Sieg eingefahren.

Eine im Landtag geplante Änderung der Gemeindeordnung würde es dem Borsdorfer erlauben, seine siebenjährige Amtszeit zu vollenden. Das Höchstalter für Landräte und Bürgermeister soll in Sachsen von derzeit 68 auf 72 Jahre angehoben werden, so die Intention der Regierung. Martin wurde im August 62. Nach entsprechender Novellierung würde seine Amtszeit im Jahr 2020 enden.

Die Aufgaben, die in dieser Zeit vor der Kommune liegen, sind nach Einschätzung des wiedergewählten Gemeindechefs immens. "Die Gelder werden nicht mehr. Wir haben ein strukturelles Defizit in der Finanzierung unserer Gemeinde, das uns vor große Probleme stellt." Seine kurze Rede nach der Vereidigung nutzte Martin, um allen Unterstützern und Wegbegleitern Danke zu sagen. "Ich möcht mich auch bei denen bedanken, die im Wahlkampf andere Positionen vertreten haben. Es war ein fairer Wahlkampf und ich biete an, dass wir auch weiter fair miteinander umgehen." Der Ortschef erklärte: "Jede Idee, jeder Gedanke, jede kluge Mitwirkungshandlung wird gebraucht, um Borsdorf weiter zu entwickeln und insbesondere unsere Selbstständigkeit als Kommune zu wahren." Er wolle alles für ein lebenswertes Borsdorf tun, verdeutlichte Martin. "Ich reiche allen die Hand und möchte gemeinsam mit allen dieses Werk bewältigen."

Nachdem sich das Parlament eine längere Sommerpause gegönnt hatte, waren es vor allem Eilentscheidungen, die die Mitglieder am Mittwochabend zur Kenntnis nahmen. So wurden weitere Aufträge für den Umbau des ehemaligen Borsdorfer Hortes in eine Kindertagesstätte vergeben. Außerdem wurde ein Auftrag für die Beseitigung von Winterschäden in der Sommerfelder Straße in Panitzsch auf den Weg gebracht. Ein Aufstellungsschluss wurde zur Umwandlung von Teilen des Borsdorfer Gewerbegebietes in ein Mischgebiet gefasst. "Hier", so Bauamtsleiter Marcus Planert, "plant ein privater Investor ein Altenheim."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.09.2013

Simone Prenzel

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