Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Borsdorf und Panitzsch präsentieren im Rathaus ihre 750-jährige Geschichte
Region Wurzen Borsdorf und Panitzsch präsentieren im Rathaus ihre 750-jährige Geschichte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 22.07.2017
Im Flur des Borsdorfer Rathauses wurde am Dienstag eine neue Ausstellung eröffnet. Museumsleiter Christoph Eckelt (3.v.r.) erläuterte sie. Quelle: Thomas Kube
Anzeige
Borsdorf

Fotos von Festen, wie dem Heimatfest Panitzsch 1937 und dem Festumzug 700 Jahre Borsdorf, aber auch historische Siegel, alte Karten ... – etwa ein Dutzend großformatige Tafeln im Flur des Borsdorfer Rathauses laden zu einem Exkurs in die Geschichte des Ortes ein, und das nicht nur während der Wartezeit auf den neuen Personalausweis oder den Termin im Bauamt. Am Dienstagnachmittag wurde die neue Ausstellung eröffnet. „Sie versteht sich als Beitrag von Heimatverein und Heimatmuseum Borsdorf zum Jubiläum von Borsdorf und Panitzsch und soll ein bisschen etwas aus der Vergangenheit zeigen, aber auch einen Bezug zu dem Fest haben, das wir feiern“, sagte Museumsleiter Christoph Eckelt, der die Tafeln gestaltet hat.

Die beiden Orte feiern vom 1. bis 10. September mit einer Festwoche ihre Ersterwähnung vor 750 Jahren. „Aber natürlich soll es auch ein bisschen Werbung für das Museum sein“, fügte er schmunzelnd hinzu. „Hierher kommen viele Leute, und das wollen wir gern nutzen.“ Deshalb auch stellt das Museum hier nicht zum ersten Mal aus. „Die Tafeln zeigen einige wenige Beispiele unseres inzwischen sehr umfangreichen Bestandes und der Forschungsergebnisse unserer Mitarbeiter“, erklärte Eckelt. Zum Beispiel zum Brückenschlag über die Parthe 1745, nachdem die Hohe Landstraße, die bisher über Panitzsch führte, 1743 über Borsdorf geleitet wurde. „Die architektonisch schöne Bogenbrücke kostete 1289 Taler, in heutige Währung umgerechnet sind das 93 000 Euro“, so der Heimatforscher. Bei – ein gutes Jahr herausgegriffen – 168 Taler Brückenzoll ergebe das ein ordentliches Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Eckelts Mitstreiter Lorenz Uhlmann ergänzte die Zahlen um zahlreiche Legenden, wonach die Bauern Stege über die Parthe gebaut haben, um den Zoll zu sparen. „Interessant ist übrigens, dass die Lage an der Via Regia und die Brücke Borsdorf absolut nichts gebracht haben, die Einwohnerzahl explodierte erst mit dem Ferneisenbahnbau Leipzig-Dresden 1836-1839“, sagte er. Bürgermeister Ludwig Martin schlug schließlich den Bogen in die Gegenwart: „2002 hatte das Hochwasser die Brücke so geschädigt, dass wir rund 600 000 Euro für die Sanierung ausgeben mussten.“

Die Ausstellungen im Rathaus wechseln aller vier bis fünf Monate. „Wir bieten zum Beispiel auch Künstlern aus der Region ein Podium“, sagte Gemeindesprecherin Sylvia Bialek. Das Thema der nächsten Schau steht schon fest. Sie wird dem Grünen Ring gewidmet sein.

Von Ines Alekowa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Von Anfang November bis Ende Juni war die Pfarrstelle in den Kirchgemeinden Wurzen und Kühren-Burkartshain vakant. Jetzt hat Alexander Wieckowski den Dienst angetreten. Für den aus der Oberlausitz stammenden Geistlichen eine Herausforderung.

22.07.2017

„Meine Zukunft Wurzener Land – eine Region trifft sich.“ Unter diesem Motto findet vom 29. September bis 1. Oktober die Neuauflage des Wurzener Land-Festes statt. „An drei untereinander verbundenen Standorten in der Innenstadt von Wurzen gibt sich das Wurzener Land die Ehre“, informiert Stadtsprecherin Cornelia Hanspach.

18.07.2017

Schlossherr Rüdiger Freiherr von Schönberg gerät ins Schwärmen und das gleich in zweifacher Hinsicht. Nämlich was die Parkanlage betrifft und über den nächsten Gast beim Thammenhainer Konzertabend – Professor Ulrich von Wrochem. Wer also Natur und Musik mag, sollte sich unbedingt den 23. Juli vormerken.

21.07.2017
Anzeige