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Wurzen Borsdorf wehrt sich
Region Wurzen Borsdorf wehrt sich
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15:15 11.12.2009
Proteste gegen den Bau der B 87, Bürger wollen das nicht. Quelle: Ralf Zweynert
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Kritisiert werden insbesondere folgende Punkte: „Der Bedarf für eine Autobahn ist weder erkennbar, noch schlüssig dargelegt”, so Ludwig Martin, Bürgermeister der Gemeinde Borsdorf. Denn mit vier Spuren, zwei drei Meter breiten Seitenstreifen sowie eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit sei eine Autobahn geplant, auch wenn das Autobahnamt Sachsen sie als Bundesstraße bezeichne. Zudem erfolge damit ein Ausschluss diverser relevanter Trassenalternativen – darüber hinaus sei der Untersuchungsraum im Norden zu klein gefasst und schließe Alternativen im Zuge der S4 und B2 aus.

Ludwig Martin: „Die Gemeinde Borsdorf ist die am dichtesten besiedelte Kommune im Landkreis Leipzig und bereits jetzt von zwei Bundesstraße durchzogen. Eine zusätzliche, derart erhebliche Inanspuchnahme von Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde, wie von der geplanten B87n ist nicht hinnehmbar”, sagte der Bürgermeister mit deutlichen Worten. Und weiter: „Im Gemeinderaum sind von der Planung ein FFH-Gebiet, zwei Landschaftsschutzgebiet, zwei regionale Grünzüge und eine Grünzäsur betroffen.”

Das europäische Naturschutzrecht würde damit erheblich verletzt. „Das ist nicht vertretbar!” Kritisch werden auch die Verkehrszählungen als Basis der Prognose gesehen: „Sie sind unschlüssig”, heißt es in der Stellungnahme, „da bereits für den Nullfall eine Reduzierung der Verkehrsströme in Taucha um 8% prognostiziert wird, während nordöstlich von Taucha eine mehr als 50 prozentige Steigerung vorausgesagt wird.”

Nicht nachvollziehbar seien auch die Kostenschätzungen im Vergleich zu den Varianten – Kriterien, um diese zu bewerten, sind in den Planungsunterlagen überhaupt nicht dargelegt. Ebenso nicht berücksichtigt sei die demografische Bevölkerungsentwicklung in den kommenden Jahren, so der Gemeinderat Borsdorf.  

Ingrid Hildebrandt

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