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Borsdorf will sich mit Klage Zeit lassen

Borsdorf will sich mit Klage Zeit lassen

Borsdorf/Panitzsch. Das weitere Vorgehen beim Thema B 87 n haben die Gemeinde Borsdorf und Vertreter der Bürgerinitiative zum Erhalt der Parthenaue abgestimmt.

. „Wir sind an unseren Ratsbeschluss gebunden, dass alle Rechtsmittel auszuschöpfen sind, um eine Trassenführung durch unser Territorium zu verhindern", bekräftigte Bürgermeister Ludwig Martin (CDU). Unterschiedliche Auffassungen gebe es lediglich zu der Frage, wann der Klageweg beschritten werden soll.

Während die Panitzscher Bürgerinitiative möglichst zeitig auch juristisch gegen das Straßenbauvorhaben Front machen möchte, hat es die Kommune nicht eilig. „Ich denke, die Zeit arbeitet für uns", ließ der Borsdorfer Ortschef durchblicken. Zudem könne er die Argumentation des Regionalen Planungsverbandes durchaus nachvollziehen. Hätte der Verband den klarstellenden Hinweis aus Dresden, der eine Trasse durch die Parthenaue wieder möglich macht, nicht akzeptiert, wäre man auf den alten Regionalplan zurückgefallen, so Martins Überzeugung. „Der im bisherigen Verfahren ausgehandelte Kompromiss einer Aufweitung des Korridors nach Norden, für den sich Tausende Betroffene eingesetzt haben, wäre wieder hinfällig geworden", meint der Ortschef. Mit der BI, die ihre Forderung nach sofortigen juristischen Schritten Ende 2011 mit 320 Unterschriften untermauerte, habe man sich auf einen Kompromiss geeinigt, so Martin „Wir werden klagen. Und zwar so spät wie möglich, aber so zeitig wie nötig." Martins Einschätzung: „Je später das Normenkontrollverfahren beginnt, um so länger gibt es keine Planungssicherheit für das Projekt. Und das Geld, das für derartige Millionenbauten zur Verfügung steht, wird in dieser Zeit vermutlich nicht mehr." Martin glaubt im Übrigen nicht, dass die heraufbeschworene Tunnellösung durch die Parthenaue jemals realisierbar ist. „Das kann kein Mensch bezahlen."

Trotz aller Widerstände, das machte der zuständige neue Chefplaner des sächsischen Wirtschaftsministeriums, Holger Wohsmann, kürzlich auf einer Veranstaltung in Torgau deutlich, hält Sachsen für den Bereich zwischen Eilenburg und der A 14 an der Vorzugsvariante durch die Parthenaue fest. Während die Verkehrsprognosen nach Meinung der Planer zwischen Eilenburg und Torgau nur noch einen dreistreifigen Ausbau rechtfertigen, beharrt Dresden zur Verwunderung der hiesigen Bürgerinitiativen im Raum Taucha/Borsdorf auf vier Fahrbahnen. Laut Borsdorfer Bürgermeister sei allerdings vorgesehen, die Planungen für den südlichen Teilabschnitt der B 87 n rund um Taucha von denen im Norden Eilenburgs abzukoppeln.

Der Spielball liegt derzeit in Berlin. Gespannt warten alle Beteiligten, was das Haus von Bundesverkehrsminister Ramsauer zu den abgespeckten sächsischen Plänen sagt. Die überarbeiteten Unterlagen aus dem sächsischen Wirtschaftsministerium liegen dem Bund erst seit Ende Januar vor. Die Panitzscher BI bemüht sich derzeit um Informationen aus erster Hand, wie Vorstandsmitglied Henning Schmidt mitteilt. Im Vorfeld der nächsten Mitgliederversammlung sei ist ein Treffen mit Jan Mücke, zuständiger parlamentarischer Staatssekretär, geplant.

Über den aktuellen Stand sollen Mitglieder und andere Interessenten am 3. April um 19 Uhr in der Grundschule Panitzsch informiert werden. „Es droht weiter eine Führung der B 87 n durch unser Gemeindegebiet und damit ein Verlust der Wohnqualität", warnt die BI davor, im Kampf gegen das umstrittene Bauvorhaben nachzulassen.

Simone Prenzel

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