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Wurzen Borsdorfer Akten im Anmarsch: Brandis verstärkt sein Standesamt
Region Wurzen Borsdorfer Akten im Anmarsch: Brandis verstärkt sein Standesamt
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20:07 12.01.2016
Carolin Bade verstärkt seit Anfang Januar die Brandiser Stadtverwaltung im Standesamt.  Quelle: Stadt Brandis
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Altenburg

 Die Stadt Brandis hat zu Jahresbeginn zusätzlich die Aufgaben des Borsdorfer Standesamtes übernommen. Sitz des neuen gemeinsamen Standesamtsbezirks ist Brandis. In Zukunft werden hier sämtliche Akten aufbewahrt, Personenstandsregister und Sammelakten zusammengeführt. Um die neuen Aufgaben zu erfüllen, wurde in der Brandiser Stadtverwaltung eine zusätzliche Stelle mit 20 Wochenstunden geschaffen. Carolin Bade, die diese neue Aufgabe übernimmt, stammt aus der Nähe von Torgau. Die 36-Jährige ist zweifache Mutter und wohnt im Bennewitzer Ortsteil Altenbach. Zuvor war sie zehn Jahre in München tätig und hat dort bei der Stadtverwaltung als Beamte im Jugendamt gearbeitet. Verwaltungserfahrung bringt Carolin Bade also mit – und die Freude auf eine neue Herausforderung. Nach allen nötigen Lehrgängen, Prüfungen und Genehmigungen hofft die neue Mitarbeiterin, im Sommer ihre erste Trauung durchführen zu können.

Bis auf weiteres wird die Stadt Brandis laut Zweckvereinbarung alle zwei Wochen Sprechzeiten in Borsdorf anbieten. Erstmalig findet diese am morgigen Mittwoch in der Zeit von 13 bis 15.30 Uhr in den Räumlichkeiten des Standesamts Borsdorf statt. Trauungen sind weiterhin im Rathaus Borsdorf sowie im Bürgerhaus Zweenfurth möglich. Für die meisten Dienstleistungen, die im Standesamt angeboten werden, führt die Borsdorfer ihr Weg künftig allerdings nach Brandis. Dazu gehören unter anderem die Beurkundung von Geburten und Sterbefällen, das Führen von Personenstandsbüchern oder das Ermitteln von Erben. Auch für die Anerkennung der Vaterschaft ist das Brandiser Standesamt nunmehr zuständig.

Mit der Stadt Naunhof teilt sich Brandis bereits die Stelle eines IT-Experten sowie die des Mitarbeiters für vorbeugenden Brandschutz, letztere Aufgabe nimmt in der Verwaltung der Brandiser Stadtwehrleiter Marcel Laux wahr. Durch die Gemeinde Borsdorf wiederum wurde im vergangenen Jahr eine Kehrmaschine beschafft, welche die Bauhöfe von Borsdorf und Brandis inzwischen gemeinsam nutzen. Auch im Bereich der Schiedsstelle unterstützte Borsdorf die Stadt Brandis bereits. Erst kürzlich wurde zudem eine gegenseitige Löschhilfevereinbarung auf den Weg gebracht. Für die Stadt- und Gemeindeoberhäupter von Brandis und Borsdorf, Arno Jesse (SPD) und Ludwig Martin (CDU), sind dies alles Zeichen, dass die interkommunale Zusammenarbeit durch steigende Anforderungen und zunehmenden Kostendruck weiter an Bedeutung gewinnt. Kooperation biete den Kommunen die Chance, Dienstleistungen weiterhin bürgernah, schnell und qualitätsgerecht zu erbringen.

Von Simone Prenzel

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