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Wurzen Borsdorfer Holperpiste bekommt Asphalt
Region Wurzen Borsdorfer Holperpiste bekommt Asphalt
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00:32 19.05.2018
Die Schäden an der Alten Leipziger Straße sind offensichtlich. Im kommenden Jahr soll die Straße saniert werden. Quelle: Ines Alekowa
Borsdorf

Der Unterschied zwischen Neu und Alt ist in der Alten Leipziger Straße in Borsdorf nicht nur optisch zu sehen, sondern unter den Rädern auch zu spüren, wenn der Asphalt ins Kopfsteinpflaster übergeht. Doch ein Ende der Holperstrecke ist in Sicht: Im nächsten Jahr soll die Alte Leipziger Straße einschließlich des noch nicht erneuerten nördlichen Teils der über die Bahn führenden Straße Viadukt ausgebaut werden.

Gemeinderat beschließt Ausbau mehrheitlich

Das hat der Borsdorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit deutlicher Mehrheit beschlossen. „Der vorhandene Fahrbelag aus Groß- und Kleinpflaster weist zunehmend Schäden auf und muss nach Abschluss des Baus von Trinkwasser- und Gasleitung dringend erneuert werden“, lautete die Begründung der Verwaltung. Die Trinkwasserleitung war im April neu verlegt, der Streifen nur provisorisch mit einem Asphaltband geschlossen worden, die Gasleitung wird aktuell in Richtung Diakonissenhaus in die Erde gebracht.

Straße wird schmaler

Beim Ausbau 2019 wird die jetzt weit über zehn Meter breite Alte Leipziger Straße schmaler. Allerdings bleibt es bei dem einseitigen Fußweg. „Der Verkehr in der Anliegerstraße ist nicht so bedeutend“, begründet dies Bauamtsleiter Marcus Planert. Allerdings werde der Randbereich gestaltet.

Der Anfang der von der Leipziger Straße (alte B 6) abzweigenden Alten Leipziger Straße war in Höhe Bauhof und Heimatmuseum schon vor mindestens zehn Jahren erneuert worden. Dass erst jetzt daran angeknüpft wird, ist für Planert auch eine Frage der Priorität und der Finanzierung: „Es gab dringendere Straßen. Wir würden uns sicher wünschen, mehr zu schaffen.“

Kosten von 452 000 Euro

Laut Berechnung vom März belaufen sich die Kosten des Ausbaus der etwa 250 Meter langen Strecke auf rund 452 000 Euro. Die Gemeinde rechnet entsprechend der Richtlinie für die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben mit einer Zuwendung in Höhe von 80 Prozent. Hierzu soll zeitnah ein Förderantrag eingereicht werden.

Eigenanteil aus Zuweisung vom Freistaat

Da die Gemeinde noch über keinen rechtskräftigen Etat für 2019 verfügt, bedurfte es für einen Vorgriff auf den Haushalt des Beschlusses des Gemeinderates. Ihren Eigenanteil, rund 90 000 Euro, will die Gemeinde unter anderem mithilfe des erst im April beschlossenen Pauschalengesetzes finanzieren. Das sieht vor, dass in den Jahren 2018 bis 2020 jede Gemeinde im Freistaat eine pauschale Zuweisung zu Erhalt und Verbesserung der kommunalen Infrastruktur erhält. „Wir wollen die ersten 70 000 Euro, die das Innenministerium versprochen hat, für 2019 in Anspruch nehmen“, kündigte Bürgermeister Ludwig Martin (CDU) an.

Arne Rodloff (CDU) bat die Verwaltung, sicherzustellen, „dass nach der Baumaßnahme die Straße nicht wegen irgendwelcher Leitungen wieder aufgeschnitten wird“. Martin beruhigte: „Die vorherige Abfrage der Versorgungsträger ist übliches Verfahren.“ Außer Wasserversorgung und Gasanbieter habe kein weiterer Bedarf angemeldet.

Feuerwehr auch betroffen

Von den Bauarbeiten wird auch die Feuerwehr betroffen sein, die in der Alten Leipziger Straße ihr Gerätehaus hat. „Es kann sein, dass vor der Bauphase Technik ausgelagert werden muss, damit die Wehr einsatzfähig bleibt“, sagte der Bürgermeister.

Von Ines Alekowa

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