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Wurzen Borsdorfer Judo-Kämpferin hat Olympia fest im Visier
Region Wurzen Borsdorfer Judo-Kämpferin hat Olympia fest im Visier
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05:00 24.03.2010
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Und zugepackt hat die 16-jährige Borsdorferin, die seit zehn Jahren dem Judo-Sport frönt, Ende vorigen Monats am Nürburgring ein ums andere Mal. Und zwar so erfolgreich, dass für sie dabei der Titel bei der Deutschen U 17-Meisterschaft heraus sprang. „Einen Platz auf dem Treppchen hatte mir ich nach dem neunten Platz im Vorjahr schon ausgerechnet, aber der Titel kam doch sehr überraschend“, so die Schülerin des Leipziger Sportgymnasiums, an dem sie täglich mindestens einmal trainiert. Dabei kam sie im zarten Alter von sechs Jahren wie in so vielen anderen Fällen auch eher durch Zufall zum Judosport. „Eine Freundin nahm mich mit, und ich habe gemerkt, dass der Kampfsport etwas für mich sein könnte.“ Während die Freundin die Matte alsbald wieder verließ, entwickelte Lisa auf dieser schnell Qualitäten. Qualitäten, die ihr bereits fünf Jahre später zur mitteldeutschen Vizemeisterin verhalfen, welches Turnier sie in den beiden darauf folgenden Jahren gewinnen konnte. Ein weiteres Achtungszeichen setzte sie im Vorjahr bei einem international besetzten Turnier in Erfurt, bei dem sie Rang 5 erreichte. Doch sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen, ist nicht Lisa Pilarskis Ding. Vielmehr hat die 16-Jährige ehrgeizige Ziele. „Ich will unbedingt zu Olympia, und wenn es noch nicht 2016 klappen sollte, dann zumindest vier Jahre später.“ Zumal es ihr ihre großen Vorbilder Yvonne Bönisch und Annett Böhm vor sechs Jahren in Athen mit Platz 1 und 3 vorgemacht hätten, wie man es dort zu Edelmetall bringen kann. Auf dem Weg zu ihrem großen Ziel gilt es für die Borsdorferin jedoch, noch die eine oder andere Hürde zu nehmen. Eine davon trägt den Namen U 17-Europameisterschaft, die in diesem Jahr auf dem Programm steht. Stehen könnte. Denn zunächst muss sich Lisa Pilarski im Rahmen der internationalen Deutschen Meisterschaften sowie beim Thüringenpokal erfolgreich schlagen und die Bundestrainerin überzeugen. „Es gibt etwa drei Konkurrentinnen, die mir gefährlich werden könnten“, so die Borsdorfer Judo-Kämpferin, die selbstkritisch genug ist, um zu wissen, woran es für sie noch intensiv zu arbeiten gilt. „Ich muss mehr mit den Füßen machen und versuchen, neu erlernte Techniken schneller in Wettkämpfen einsetzen zu können.“ Bei diesen kann sie auch heute noch auf die Unterstützung ihrer Eltern zählen, die zumindest bei wichtigen Turnieren ihrer Tochter den Rücken stärken. Allerdings habe ihre Mutter mittlerweile Mattenverbot bekommen und müsse die Kämpfe aus weiterer Distanz verfolgen. „Ich bin emotional extrem beteiligt, gewinne und verliere gemeinsam mit meiner Tochter“, so Nicole Pilarski, die um die Belastung, die der Sport für ihre Tochter mit sich bringt, nur zu gut weiß. „Es ist hart, jeden Tag einen Zwölf-Stunden-Tag zu haben, zumal sie auch das Schulische nicht aus den Augen verlieren darf. Denn einen Beruf lernt man schließlich nicht auf der Judomatte.

Roger Dietze

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