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Wurzen Borsdorfer Ladesäule steht nach Attacke wieder an ihrem Platz
Region Wurzen Borsdorfer Ladesäule steht nach Attacke wieder an ihrem Platz
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10:30 22.08.2016
Vandalen haben die Borsdorfer Ladesäule gestürzt. Quelle: Foto: Bauhof
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Borsdorf

Kaum war die Ladestation am Borsdorfer Marktplatz errichtet, musste sie auch schon ihren ersten Härtetest bestehen. Nur wenige Tage nach der offiziellen Eröffnung der öffentlichen Strom-Zapfsäule setzten Vandalen die Einrichtung außer Gefecht. „Durch Zufall habe ich mitbekommen, dass die Säule nicht mehr aufrecht steht, als ich durch Borsdorf gefahren bin“, berichtete Torsten Wanke. Der Parthensteiner versteht sich als regionaler Initiator für eine bessere Ladeinfrastruktur für E-Autos. In der Borsdorfer Gemeindeverwaltung hatte Wanke einen engagierten Partner gefunden und die Kommune davon überzeugt, die erste öffentliche Strom-Tankstelle der Region in der Ortsmitte zu errichten (die LVZ berichtete). Die Kommune trug die Investitionskosten von rund 1200 Euro.

Bürgermeister Ludwig Martin (CDU) hatte zur Eröffnung davon gesprochen, dass es sich bei dem Standort noch um ein Provisorium handele. Die Kommune habe Pläne für die Gestaltung des Marktplatzes in der Schublade, hier werde sich die Strom-Tankstelle später gut einfügen. „Doch wir wollten nicht so lange warten, bis das Areal komplett fertiggestellt ist, sondern jetzt schon ein Zeichen in Richtung Elektromobilität setzen“, begründete der Ortschef die vorgezogenen Aktivitäten.

Offenbar wurde die provisorische Anmutung der Ladestation zum Verhängnis. „Irgendjemand muss sich mit voller Wucht gegen die Säule gestemmt haben – als wenn man ein Verkehrszeichen mit aller Macht umbiegen will“, vermutet der Borsdorfer Bauhofchef Eckard Lübcke. Torsten Wanke bezeichnet den Vorfall zwar als ärgerlich, hebt aber bei allem Frust einen positiven Aspekt hervor. „Die Funktionsfähigkeit der Säule hat nicht gelitten. Wenn man so will, hat die Attacke gezeigt, dass die Technik etwas aushält.“ Gleichwohl ist dem Parthensteiner ein derartiger Vorfall mit einer E-Säule in der Region noch nicht untergekommen. Inzwischen verrichtet die Strom-Tankstelle wieder unauffällig ihren Dienst. Es wurden die grau-silberne Säule neu gesetzt, der Boden noch einmal verdichtet und das Fundament mit einem zusätzlichen Erdanker gesichert. „Außerdem haben wir noch zwei große Feldsteine vor die Säule platziert, um das Umfahren mit einem Auto zu verhindern“, berichtet Lübcke. In der gleichen Nacht, als die Säule flachgelegt wurde, seien in der Ortsmitte auch mehrere Außenspiegel von parkenden Autos abgetreten worden.

Die Zapfsäule ist jetzt fester verankert. Quelle: Bauhof

Und am Donnerstag schlugen Zerstörungswillige schon wieder zu. „Auf dem Borsdorfer Sportplatz wurden einfach die Netze von zwei transportablen Fußballtoren abgeschnitten“, ärgert sich Eckard Lübcke. Um den Saisonauftakt im Nachwuchs-Fußball nicht zu gefährden, musste der Bauhof kurzfristig Tore aus Panitzsch heranschaffen, berichtet dessen Chef. „Man fragt sich wirklich, was solchen Leuten durch den Kopf geht.“

Von Simone Prenzel

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