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Wurzen Borsdorfer bauen Hirtenhaus als Museum aus: Grundstein vor 20 Jahren gelegt
Region Wurzen Borsdorfer bauen Hirtenhaus als Museum aus: Grundstein vor 20 Jahren gelegt
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11:17 02.08.2016
Countdown läuft: Museumsleiter Christoph Eckelt hat die Vorbereitungen zum 20-jährigen Bestehen fest im Griff. Quelle: Frank Schmidt
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Borsdorf

„Glücklichen Umständen ist es zu danken, dass nach der Wende im Jahre 1996 ein Heimatmuseum für Borsdorf und Zweenfurth entstand, das immer freitags von 16 bis 18 Uhr geöffnet ist“, freut sich Museumsleiter Christoph Eckelt als Mann der ersten Stunde. Und die schlug damals noch im ehemaligen Hirtenhaus des Ortes.

Zu besagten glücklichen Umständen gehörte vor allem die Bereitstellung von Fördermitteln zur Rekonstruktion des maroden Gebäudes. „Wohl eines der ältesten Wohnhäuser von Borsdorf“, lässt der 76-Jährige aufhorchen. Besonderen „wohlwollenden Einfluss“ auf diese Entwicklung habe der damalige Bürgermeister Peter Pfützner genommen, der vor vier Jahren verstorben ist.

Darüber hinaus sei die Spendenbereitschaft immens gewesen, ist es Eckelt sehr wichtig zu erwähnen, womit er sich zum gegebenen Anlass für “großzügige Zuwendungen durch die Sparkasse aber auch und besonders durch die Einwohnerschaft“ bedanke, die den Aufbau einer heimatkundlichen Sammlung ermöglicht habe.

Ein finanzieller Grundstock beruhigt zwar, doch für ein vielfältiges Vereinsleben bedarf es ehrenamtlicher Helfer. Und hier können die Heimatkundler auf eine sehr aktive Interessengruppe bauen, die sich innerhalb des Vereins formiert hat. „Brigitte Lepschy, Lorenz Uhlmann und Eckhard Uhlig sowie Olaf Beyer, Detlef Kupfer und Michael Peukert forschen, ordnen und sammeln akribisch alles und sorgen so für immer neue Präsentationen“, lobt Eckelt das Engagement seiner engsten Mitstreiter.

Gleiches gelte für die ebenfalls zum Verein gehörende Gruppe „Partheniederung“, die sich von Beginn an, also auch schon seit 20 Jahren, sehr aktiv um den Naturschutz bemühe. „Sie sorgen sich um den Baumbestand, nehmen Neuanpflanzungen vor und kümmern sich um Vogelnistkästen“, nennt Eckelt nur einige Beispiele an Aktivitäten.

Nicht zuletzt gebühre auch der Gemeinde Borsdorf ein herzlicher Dank. „Die stellt uns das Gebäude fürs Heimatmuseum zur Verfügung und trägt alle Fixkosten zur Unterhaltung. Sie glauben gar nicht, wie wertvoll so eine Unterstützung für unseren Verein ist“, betont Eckelt.

Wichtig zu erwähnen sei auch, so Eckelt, „dass wir mit unseren Themen stets überparteilich und neutral sein wollen. Und ich denke, das ist in den 20 Jahren unseres Bestehens auch gelungen“, zeigt er sich darüber glücklich. Nur so sei es möglich gewesen, die Borsdorfer Historie, die in einem kleinen Bauerndorf begann, jedoch ab 1871 durch die Nähe zu Leipzig mit zunehmender Industrieansiedlung stark beeinflusst wurde, völlig wertungsfrei widerspiegeln zu können.

„Unser Heimatmuseum rechtfertigt sich also auch und besonders durch viele örtliche Besonderheiten, die den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aufschwung von Borsdorf getragen haben“, betont Eckelt selbstbewusst. Und ebenso möchte er schon jetzt herzlichst für den 20. August zur Jubiläumsfeier in die vier Wände des Heimatmuseums einladen.

Von Frank Schmidt

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