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Wurzen Brandis: Instrumentenstreit sorgt für Dissonanzen
Region Wurzen Brandis: Instrumentenstreit sorgt für Dissonanzen
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14:51 19.05.2015
Nicht Musik, sondern Ärger liegt in der Luft: Der CVJM möchte der Musikarche die Instrumente nicht mehr kostenlos überlassen. Quelle: Monika Alexandrow

Doch jetzt droht Ungemach: Über rund 40 Instrumente, die der Musikverein für die Ausbildung braucht, ist ein unerfreulicher Streit im Gang.

Bislang hatte der CVJM die Instrumente samt Noten und weiterem Zubehör dem Verein Musikarche kostenlos überlassen. Dieser wiederum stellte Tuba, Posaune und Co. dem Musikverein zur Verfügung. Auftritte bei zahlreichen Veranstaltungen im Stadtgebiet zeugen von den Fortschritten der Musikanten.

Die entsprechende Vereinbarung, die der Christliche Verein Junger Menschen mit den Erbauern der Musikarche schloss, geht auf das Jahr 2008 zurück. Damals war die Auslagerung der musikalischen Tätigkeit aus dem CVJM erfolgt. Erst nach längerem Hin und Her konnten sich die Beteiligten damals auf die Modalitäten einigen. Mit der Ausgliederung des Jugendblasorchesters aus dem CVJM nahm dieses nach zahlreichen Provisorien nicht nur sein neues Domizil am Grimmaischen Platz in Besitz. Auch die Instrumente, Noten und Pulte wurden dem neuen Verein überlassen. Der Vertrag, der die Überlassung regelte, lief nunmehr nach fünf Jahren aus. Um so überraschter zeigten sich die Orchesterväter, dass der CVJM-Vorstand plötzlich den Kauf der Instrumente von ihnen erwartete. Die Musikarche hebt angesichts dieser Option die Hände. Die über 40 000 Euro, die im Raum stünden, könne man unmöglich aufbringen.

Hilfesuchend wandten sich die Vorsitzenden von Musikverein und Musikarche bereits an die Stadt. "Wir können den Erwerb der Instrumente keinesfalls finanziell unterstützen", erklärte dazu Bürgermeister Arno Jesse (SPD). Zumal dieser ja schon einmal bezuschusst worden sei. "Ich appelliere vielmehr an alle Beteiligten, etwaige Streitigkeiten nicht zu Lasten der Kinder und Jugendlichen auszutragen, für die die Musikausbildung eigentlich gedacht ist", schaltete sich das Stadtoberhaupt in die Debatte ein.

"Ich möchte zu der Angelegenheit eigentlich gar nichts sagen", erklärte Falk Börner gegenüber LVZ. Der CVJM-Vorsitzende bat um Verständnis, da man noch in Verhandlungen stehe. Es handele es sich um eine interne Angelegenheit der beiden Vereine. Auch zum Ergebnis einer Mitgliederversammlung, die ein Drittel der CVJM-Mitstreiter verlangt hatte und die am Dienstagabend stattfand, wollte sich Börner nicht äußern. "Ich kann Ihnen nur so viel sagen, es wird weitere Gespräche der Vorstände von CVJM und Musikarche geben." Es bestünden mehrere Alternativen.

Sollte es bei der Forderung bleiben, dass der neue Verein sein musikalisches Handwerkszeug käuflich erwerben muss, schwant den Protagonisten ein unschöner Abgesang: "Wir müssten die Instrumente an den CVJM zurückgeben und der Musikverein wäre vorläufig handlungsunfähig", heißt es in einem Brief an die Stadt. Jesse hofft, dass sich die Akteure noch einigen können. Er stehe, falls gewünscht, als Gesprächspartner zur Verfügung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.01.2014
Simone Prenzel

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