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Brandis: Neue Pläne für Schlecker-Markt

Brandis: Neue Pläne für Schlecker-Markt

Die Arbeiterwohlfahrt möchte ihre Aktivitäten in Brandis ausbauen. Mit der Entscheidung, die Angebote an einem neuen Standort zu konzentrieren, verschwindet auch ein leerstehendes Ladenlokal.

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Der Leerstand auf der Brandiser Shoppinginsel ist bald beendet: Für die seit vier Jahren ungenutzte Ladenimmobilie interessiert sich die Arbeiterwohlfahrt.

Quelle: ar

Brandis. Denn für ihre Pläne hat die Awo den ehemaligen Schlecker-Markt auf der Brandiser Shopping-Insel im Visier.

Die Awo bietet in Brandis ein Komplettprogramm an - von der häuslichen Krankenpflege, über Behandlungs- und Urlaubspflege bis zu Essen auf Rädern und der Unterstützung bei der Ausleihe von Hilfsmitteln. "Bisher betreiben wir zwei Objekte am Markt", erläutert Danial Schippan, Geschäftsführer des Awo-Kreisverbandes Mulde-Collm, gegenüber LVZ. "Unser Ziel ist, die Betreuungs- und Dienstleistungsangebote unter einem Dach zu vereinen." Mit dem ehemaligen Schlecker-Markt habe man nunmehr ein geeignetes Domizil gefunden. Die Idee für den Standort kam von Frank Mieszkalski, der sich als Mitglied im Awo- Kreisvorstand für die Belange älterer Menschen einsetzt. Bürgermeister Arno Jesse (SPD) hatte sich ebenfalls in die Standortsuche eingebracht und den Kontakt zum Vermieter der Immobilie vermittelt. Mit diesem sei man sich inzwischen handelseinig geworden, erklärte Schippan.

Brandis spiele in den Plänen des Kreisverbandes eine wichtige Rolle, betonte der Geschäftsführer. "Hier befindet sich nicht nur eine unserer leistungsstärksten Sozialstationen. Es gibt auch einen sehr aktiven Ortsverein, der von Sabine Köhler geleitet wird." Im ehemaligen Schlecker-Markt sollen deshalb nicht nur die bisherige Sozialstation und die Begegnungsstätte vereinigt werden. Auch für Zusammenkünfte des Awo-Ortsvereins soll das neue Haus der sozialen Dienstleistungen zur Verfügung stehen. Alle interessierten Bürger sind im Brandiser Awo-Freundeskreis gern gesehen, wenn sie sich im sozialen Ehrenamt tatkräftig einbringen oder auch nur die vielseitigen kulturellen Angebote nutzen wollen.

Ende Februar, so der Zeitplan, werde die Gesellschafterversammlung des Kreisverbandes über die wichtige Weichenstellung entscheiden. "Sobald es von dort grünes Licht gibt, werden wir den Bauantrag einreichen", kündigte der Geschäftsführer an, der den Kreisverband der Wohlfahrtspflege seit 2013 führt. Die leerstehende Ladenimmobilie lasse dem Verband genügend Gestaltungsspielraum, da keine Wände auf der 260 Quadratmeter großen Fläche stören. Das ortsansässige Planungsbüro von Andres Grün habe schon erste Vorstellungen entwickelt, wie die Räumlichkeiten künftig aufgeteilt werden können.

"Auch für unsere Mitarbeiter werden sich mit der neuen Anlaufstelle die Bedingungen deutlich verbessern", ist Daniel Schippan überzeugt. "Die Aufteilung auf zwei unterschiedliche Objekte machte das Agieren mitunter schwierig." Zudem seien die bisher genutzten Häuser nicht barrierefrei gewesen. Der ehemalige Schlecker-Markt befinde sich hingegen im gut zugänglichen Erdgeschoss. Auch sonst sei die neue Adresse günstig zu erreichen. Auch Parkplätze gebe es zur Genüge.

Zum genauen Zeitplan erklärte der Sozialpädagoge: "Wir hoffen, dass wir zügig vorankommen und spätestens im Herbst unser neues Domizil eröffnen können." Die Awo ist derzeit Arbeitgeber von rund 350 Beschäftigten, die in den Bereichen Altenpflege, Kindertagesstätten, in Jugendclubs und Beratungsstellen tätig sind.

Brandis komme auch auf Grund seiner Historie eine wichtige Rolle zu. Der Kreisverband Mulde-Collm sei hier aus der Taufe gehoben worden. Es war am 24. April 1993, als in Brandis die Geburtsstunde des Wohlfahrtsverbandes auf Kreisebene schlug. Auch heute noch trägt er den Namen Mulde-Collm, der den kreisübergreifenden Aktionsradius dokumentiert.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.01.2014
Simone Prenzel

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