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Wurzen Brandis kann Fünfgeschosser abreißen
Region Wurzen Brandis kann Fünfgeschosser abreißen
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14:54 19.05.2015
Verschwindet von der Bildfläche: einer der Neubaublöcke in Waldpolenz. Quelle: Andreas Röse

"Wir freuen uns, dass unsere intensiven Bemühungen von Erfolg gekrönt sind und wir durch Mittel aus dem Förderprogramm zur Brachflächenrevitalisierung nun die letzten drei Fünfgeschosser abreißen können", erklärte der Brandiser Bürgermeister Arno Jesse (SPD) gegenüber LVZ. Die Stadt erhalte vom Sächsischen Innenministerium Fördermittel in Höhe von 279 000 Euro. Die Förderquote betrage 90 Prozent.

Wie berichtet, beginnen in Waldpolenz in diesem Jahr ohnehin größere Abbrucharbeiten, die auf eine regionale Ausgleichsmaßnahme zurückzuführen sind. Die Kommune profitiert dabei indirekt vom Tempo des Sportwagenbauers Porsche. Für Versiegelungen, die die Werkserweiterung sowie die Ansiedlung von Zulieferbetrieben im Leipziger Norden mit sich bringen, mussten sogenannte Ausgleichsflächen gefunden werden. Die Stadt Brandis stellt einen Teil davon in Waldpolenz zur Verfügung.

Das ehemalige Militärgelände wurde bis 1992 von Truppen der GUS als Standort genutzt. Seit deren Abzug liegt das riesige Areal in großen Teilen brach. "Während der südliche Teil zunehmend als Gewerbegebiet erschlossen werden soll", so Jesse, "wollen wir die Flächen im Norden renaturieren." Insgesamt beziehen sich die Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen in Waldpolenz auf den Abriss von rund 5500 Quadratmeter Gebäudefläche und den Abbruch von etwa 13 000 Quadratmetern Wegen. Außerdem werden rund 3,5 Hektar Grünlandbrachen aufgeforstet, teilt die Stadtverwaltung mit. Auch CDU-Landtagsabgeordnete Hannelore Dietzschold begrüßte in einer Pressemitteilung den Geldsegen für die Kommune: "Der Natur werden bisher versiegelte Flächen zurückgegeben und die Ruinen verschwinden endlich aus der Landschaft."

Wann es mit dem Abriss losgeht? "Im Frühjahr beziehungsweise Sommer", kündigte Jesse an, "werden wir mit dem weiteren Ausbau der Infrastruktur als auch - in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises - mit der Revitalisierung der Brachflächen beginnen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.01.2014
Simone Prenzel

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