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Brandis stellt Weichen für Kita-Neubau mit 160 Plätzen

Für junge Familien gewappnet Brandis stellt Weichen für Kita-Neubau mit 160 Plätzen

Lang sind die Wartelisten auf einen Kita-Platz in Brandis. Der Stadtrat stellte deshalb für einen Neubau mit rund 160 Plätzen die Weichen. Eine Entscheidung zum Standort soll in den nächsten Monaten fallen. Die bisherige Kita Regenbogen hätte dann ausgedient – sie soll zur Bibliothek umgenutzt werden.

In Brandis gibt es lange Wartelisten für einen Kita-Platz. Ein jetzt angedachter Neubau soll Abhilfe schaffen.

Quelle: dpa

Brandis. In Sachen Kita-Plätze holt Brandis zum großen Wurf aus: Der Stadtrat machte auf seiner vorgestrigen Sitzung den Weg für die Errichtung einer neuen Einrichtung mit rund 160 Plätzen frei. Noch ist unklar, wo das Objekt errichtet werden soll. Mit der Konzentration auf einen Neubau haben die Kita „Regenbogen“ in der Pappelallee und die Krippe in der Waldstraße ausgedient. „Das Gebäude der Kita Regenbogen wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt als Stadtbibliothek genutzt“, heißt es dazu im Beschluss. Die Weiterentwicklung zu einer Stadtinformation werde angestrebt.

Sämtliche Ausschüsse hatten sich im Vorfeld mit dem Thema befasst. „Dort ist teilweise auch sehr kontrovers diskutiert worden“, bekannte Stadtchef Arno Jesse (SPD). Auch am Dienstagabend meldeten einige Stadträte Bedenken an. Jürgen Herrn (SPD-Fraktion) fühlte sich nicht wohl bei dem Gedanken, aus der Kita eine Bibliothek zu machen: „Wir entwidmen damit die neueste und modernste Kindereinrichtung im Stadtgebiet. Und ich bezweifle, ob die Bibliothek an diesem Standort weiter so frequentiert wird, wie es jetzt am Gymnasium der Fall ist.“

Jesse warb dafür, den Neubau dringend anzugehen. „Es ist sicher der teuerste Weg unter mehreren Alternativen. Wir könnten sicher noch einige Jahre weiter basteln und Stückwerk abliefern.“ Aber das helfe keinem weiter und werde auch den selbst gesteckten Zielen der Stadtentwicklung nicht gerecht. Brandis habe sich dazu bekannt, für junge Familien attraktiv zu sein und weiter zu wachsen. Dazu müssten jetzt die Voraussetzungen geschaffen werden.

Die Kita in der Pappelallee – hier ein Archivfoto – soll zur Bibliothek werden

Die Kita in der Pappelallee – hier ein Archivfoto – soll zur Bibliothek werden.

Quelle: Andreas Röse (Archiv)

Eine Mehrheit überzeugte der Ansatz, einen Neubau zu wagen – selbst auf die Gefahr hin, dass Fördermittel zum Beispiel für die vor Jahren erfolgte Krippensanierung in der Waldstraße zurückgezahlt werden müssen. „Mich hat die jetzige Gruppengröße in der Kita erschreckt“, konnte Antje Busch-Sandmann (Bürgerverein Brandis) die Begeisterung ihres Stadtratskollegen überhaupt nicht teilen. „Zudem bietet ein komplexer Neubau die Chance, dass Krippenkinder nach dem dritten Lebensjahr nicht in eine neue Einrichtung wechseln müssen“, so die BVB-Vertreterin. Detlef Holzmann (SPD-Fraktion) gab zu bedenken, dass man mit dieser Weichenstellung jährlich rund 200 000 Euro im Haushalt zur Verfügung haben müsse: „Unsere Entscheidung wird auch die nächste Generation von Stadträten binden.“ Die Finanzkraft der Stadt sei da, um dies zu schultern, bekräftigte die Verwaltung.

„Auf Fördermittel jedenfalls müssen wir nicht warten“, schenkte Jesse den Stadträten reinen Wein ein. „Der Bedarf der Landkreis-Kommunen liegt aktuell bei fünf Millionen, aber nur 800 000 Euro sind zu verteilen.“ Brandis könne die Entscheidung aber nicht weiter auf die lange Bank schieben, unterstrich auch SPD-Fraktionschef Markus Bergforth: „Schon jetzt beträgt die Wartezeit auf einen Kita-Platz neun Monate.“ Zudem sei die Kommune vom Landratsamt auch gefordert worden, dringend weitere Kapazitäten zu schaffen. Insgesamt fehlen derzeit rund 50 Plätze. Die Beuchaer Bau- und Wohnungsgesellschaft soll das Vorhaben als Bauträger stemmen. Die städtische Gesellschaft steht nun vor der Aufgabe, ein geeignetes Grundstück zu finden. Auf Nachfrage wurde der Stadtchef am Mittwoch konkreter: „Ich gehe davon aus, dass wir innerhalb der nächsten drei Monate eine Entscheidung zum Standort treffen werden.“

Von Simone Prenzel

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