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Wurzen Brandis stimmt Masterplan für Gewässerlandschaft zu
Region Wurzen Brandis stimmt Masterplan für Gewässerlandschaft zu
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16:27 01.06.2016
Die Beuchaer Bergkirche gilt schon jetzt als touristischer Anziehungspunkt. Quelle: Andreas Döring
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Brandis

Wie kann Brandis von seiner Mitgliedschaft im Grünen Ring weiter profitieren? Eine Frage, die zur Stadtratssitzung am Dienstagabend kurz gestreift wurde. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung des Tourismuswirtschaftlichen Gesamtkonzeptes für die mitteldeutsche Gewässerlandschaft. „Seit 2013 wurde länderübergreifend an dem Papier gearbeitet“, erläuterte Angela Zabojnik, Abteilungsleiterin im Leipziger Amt für Stadtgrün und Gewässer, die als Verantwortliche des Grünen Rings zum Thema sprach. Von Sachsen und Sachen-Anhalt mit 110 000 Euro gefördert, soll das Konzept jetzt in den einzelnen Mitgliedskommunen des Grünen Ringes bestätigt werden. „Erst dann haben wir die Gewähr, dass die Region dahintersteht und das Papier ein Türöffner für Förderprogramme sein kann.“

Angela Zabojnik, Abteilungsleiterin im Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig. Quelle: LVZ

Das untersuchte Areal umfasst rund 6500 Quadratkilometer mit 30 Seen sowie 518 Kilometer an Flüssen. Es reicht im Norden von Dessau-Roßlau und Lutherstadt Wittenberg über Bitterfeld-Wolfen und Leipzig bis nach Naumburg, Weißenfels und Borna im Süden. Brandis ist ebenfalls Teil des Untersuchungsgebietes. Die Potenziale der Bergbaufolgelandschaft mit ihren vielen neuen Anziehungspunkten sollen dabei mit den vorhandenen touristischen Highlights und der gewachsenen Landschaft verknüpft werden, erläuterte Zabojnik. Anliegen sei, bis zum Jahr 2030 zehn zentrale Leuchtturmprojekte zu verwirklichen, die die Region auch in den internationalen Fokus rücken und für Touristen attraktiv machen. „So ist angedacht, das Thema Modellregion für innovatives Übernachten am und auf dem See zu positionieren.“ Hier gebe es mit den Stelzenhäusern von Lago Vida am Störmthaler See erste vielversprechende Ansätze. Ein weiteres Thema seien Kulturstätten am Wasser sowie Gewässerverbindungen.

Das vorgestellte Masterplan verstehe sich dabei als erste gemeinsame Grundlage für die länderübergreifende wassertouristische Entwicklung. Die Stadt Brandis hat darin mit der Bergkirche Beucha, dem Beucha-Albrechtshainer See, aber auch den Klettergebieten in Waldsteinberg einen wichtigen Platz, betonte Angela Zabojnik. Der Stadtrat stimmte dem Konzept schließlich mit großer Mehrheit zu.

Stadtchef Arno Jesse (SPD) nutzte die Gelegenheit, die Vorteile der Mitgliedschaft im Grünen Ring darzustellen. So wurden die Elemente entlang des Radweges Brandis-Beucha in den vergangenen Jahren mit insgesamt 13 000 Euro aus Umlagemitteln gefördert. Weitere 10 000 Euro flossen für das Entwicklungskonzept Stadtpark Brandis. „Eine neue Schautafel soll zudem in diesem Jahr aufgestellt werden“, kündigte Jesse an. Am meisten habe man aber sicher von den Abbruchmaßnahmen auf dem ehemaligen Flugplatz in Waldpolenz profitiert, die über das Flächenmanagement des Grünen Ringes abgewickelt wurden. Was die Mitgliedschaft die Stadt im Umkehrschluss kostet, sei fast zu vernachlässigen. „Wir zahlen 0,38 Euro pro Einwohner, das macht rund 3500 Euro jährlich.“

Von Simone Prenzel

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