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Wurzen Brandis verkauft Gelände an Juwi
Region Wurzen Brandis verkauft Gelände an Juwi
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05:00 27.05.2010
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„Viele Aktivitäten von Juwi in den neuen Bundesländern werden schon jetzt von Brandis aus gesteuert", erklärte Bürgermeister Andreas Dietze. Und die Firma, die weltweit rund 1000 Mitarbeiter zählt und im Bereich regenerativer Energien zuständig ist, wolle ihr Engagement vor Ort weiter ausbauen. Im jüngsten Technischen Ausschuss hatte Juwi-Vorstand Fred Jung eine Investition von drei Millionen Euro in das neue Bürogebäude angekündigt.

Und Juwi hat es wirklich eilig, seine derzeit 35 Mitarbeiter aus den provisorischen Bürocontainern in Waldpolenz zu erlösen. „Die Firma plant, möglichst noch vor dem Winter ihre neue Niederlassung zu beziehen", so Dietze. An der Stadt ist es nun, die Bedingungen zu schaffen und ein bereits vor mehreren Jahren bestätigtes Gewerbegebiet auf der einstigen Militärbrache zu entwickeln. Dem Stadtrat wurde vorgestern erstmals eine grobe Kostenschätzung vorgelegt. Um das Gewerbeareal in unmittelbarer Nachbarschaft des bereits bestehenden Solarparks zu erschließen, rechnet das beauftragte Ingenieurbüro Hanke aus Machern mit Kosten von rund 2,2 Millionen Euro. Laut einer ersten vorläufigen Aufstellung seien für Verkehrsanlagen rund 1,3 Millionen Euro einzuplanen, weitere rund 480 000 Euro für Abwasser- und 230 000 Euro für Trinkwassererschließung. Die Planung wurde mit 200 000 Euro veranschlagt. Ausgerichtet an dieser Kalkulation beschloss der Stadtrat, der Firma Juwi die Fläche zu einem Quadratmeterpreis von 26 Euro zu verkaufen. Auch wenn der eine oder andere gern mehr Geld verlangt hätte, war sich die Mehrheit einig, an dieser Stelle nicht zu pokern. „Andere verschenken ihre Gewerbeflächen fast, damit sich überhaupt Investoren ansiedeln", gab Ulrich Gäbel (Linkspartei) zu bedenken. Auch Stadtoberhaupt Andreas Dietze hielt jegliche Basar-Mentalitäten für unangebracht. „Juwi hat sich bislang als verlässlicher Partner erwiesen und auch wir als Stadt Brandis sollten jetzt gleiches tun." Margitta Blankenburg (Bürgerverein Brandis) plädierte dafür, die Firma Juwi bei ihren weiteren Plänen in Waldpolenz zu unterstützen. „Die Einnahmen, die uns aus der Gewerbesteuer und auch der Pacht zufließen, brauchen wir dringend." Zudem würden mit der Niederlassung auch Arbeitsplätze geschaffen. Juwi kalkuliere derzeit mit zehn neuen Mitarbeitern jährlich, um die die Brandiser Niederlassung wachsen werde. Kritische Töne gab es während der Bürgerfragestunde zu den von Juwi geplanten Windrädern in Waldpolenz (LVZ berichtete). Das letzte Wort dazu sei noch lange nicht gesprochen, erklärte Dietze. Der Stadtrat werde darüber demnächst entscheiden. Das Ergebnis könne er nicht vorwegnehmen. Zudem sei noch ein Zielabweichungsverfahren notwendig.

Simone Prenzel

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