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Wurzen Brandis wächst bis 2025 auf über 10.000 Einwohner
Region Wurzen Brandis wächst bis 2025 auf über 10.000 Einwohner
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09:53 24.05.2016
Schon jetzt ist Brandis eine junge Stadt – und der Anteil der unter 20-Jährigen soll weiter zunehmen.  Quelle: Klaus Peschel (Archiv)
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Brandis

 Seit Jahren beißt sich die Stadt Brandis an einer magischen Zahl die Zähne aus: der Grenze von 10 000 Einwohnern. Jetzt sieht es erstmals danach aus, als wäre dieses Ziel realistisch und könnte sogar noch übertroffen werden.

„Die Stadt Brandis kann in den nächsten zehn Jahren mit einem Anstieg der Einwohnerzahl über die 10 000er Schwelle rechnen“, prognostiziert Stadtchef Arno Jesse (SPD) und beruft sich dabei auf eine aktuelle regionalisierte „Bevölkerungsvorausberechnung“ des Freistaates Sachsen. Dabei spielen die Statistiker zwei unterschiedliche Szenarien durch, die sich in den Annahmen zur Auslandswanderung und der Geburtenhäufigkeit zwar unterscheiden, beide aber von Steigerungen ausgehen. „Während eine Variante die Annahmen und Eckergebnisse aus der aktuellen Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes weitestgehend übertragen hat, geht eine zweite von einem leichten Anstieg der Geburten aus“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Nach dieser Vorausberechnung sei damit zu rechnen, dass Brandis bereits in der kommenden Dekade über 10 000 Einwohner zählen wird. Diese Einwohnerzahl sei für das Jahr 2025 prognostiziert und soll sich bis 2030 auf dem Niveau stabilisieren.

„Wenn man bedenkt, dass wir schon jetzt bei über 9600 Einwohnern angelangt sind und gerade in den vergangenen Monaten auch eine sehr verstärkte Nachfrage nach Baugrundstücken spüren, halte ich die Prognose eher für zurückhaltend,“ erklärt Jesse. Dabei profitiere die Stadt maßgeblich von der Wachstumsdynamik der Stadt Leipzig.

Als erfreulich gilt, dass der Anteil der jungen Brandiser weiter zunimmt. Die Zahl der unter 20-Jährigen steige von derzeit rund 1600 auf bis zu 1800 Personen im Jahr 2030. Der errechnete Jugendquotient – also die Zahl der Jugendlichen je 100 Einwohner – lag 2014 in der Stadt bei 28,2 Prozent, im Jahr 2030 soll er bis zu 35,2 Prozent erreichen. Eine deutliche Zunahme wird aber auch bei den über 65-Jährigen erwartet. Ihr Anteil steigt von jetzt 23 auf 30 Prozent im Jahr 2030. Die erwerbsfähigen Brandiser hingegen werden weniger. 52 Prozent der Bevölkerung werden im Jahr 2030 zwischen 20 und 65 Jahren alt sein. Im Moment sind es 59 Prozent.

„Damit verbunden sind für uns wichtige Hausaufgaben, die wir dringend erledigen müssen,“ nimmt der Stadtchef sich und andere Entscheidungsträger in die Pflicht. „Den Bedarf nach Wohnungen und Wohnbaugebieten können wir schon jetzt nicht mehr bedienen. Auf Kita- und Krippenplätze müssen Eltern aktuell bis zu neun Monate warten. Die Schulen bersten aus allen Nähten.“ Brandis habe bereits auf die Entwicklung reagiert und wichtige Impulse gesetzt, betont Jesse: „Die Anpassung des Flächennutzungsplanes ist begonnen und der Stadtrat hat eine Grundsatzentscheidung für eine neue Kindereinrichtung mit großer Mehrheit gefällt.“ Auch erste Planungen zur Schulerweiterung seien in Auftrag gegeben.

Von Simone Prenzel

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