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Brandis will Übergang zurück

Brandis will Übergang zurück

Massive Beschwerden gibt es seit der Schließung des bisherigen Bahnübergangs in Brandis. Mit Inbetriebnahme der Westumgehung wurde die alte Verbindung Richtung Waldsteinberg gekappt.

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Verbarrikadiert: Früher führte die Verbindung von Brandis aus Richtung Waldsteinberg. Mit dem Bau der Westumgehung wurde die alte Straße gekappt und auch der Bahnübergang geschlossen.

Quelle: Andreas Röse

Brandis. Aus Sicht vieler Bürger war das unnötig. Wenigstens für Fußgänger und Radfahrer sollte der Übergang wieder geöffnet werden.

Schon Ex-Bürgermeister Andreas Dietze (parteilos) hatte Anlauf genommen und sich mit der Bitte an Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) gewandt, die Wiederöffnung des Bahnübergangs für Fußgänger und Radler zu prüfen. Stadtoberhaupt Arno Jesse (SPD) nahm den Faden auf und bemüht sich seit seinem Amtsantritt, eine Lösung zu finden.

Die traditionelle Verbindung zwischen Brandis und dem Naherholungsgebiet Waldsteinberg war mit Inbetriebnahme der Westumgehung gekappt worden. Der Verkehr rollt über einen nagelneuen, 500 000 Euro teuren Bahnübergang weiter westlich. Ausflügler und Spaziergänger allerdings vermissen schmerzlich die kurze Route zum Kohlenberg. Nur etwas für Lebensmüde sei der Fußmarsch über die neue Umgehung, heißt es. Und auch ein alternativer Radweg, der in der Nähe des Brandiser Bahnhofs beginnt und eine dort vorhandene Gleisquerung nutzt, wird von Bewohnern im westlichen Teil der Stadt nicht angenommen.

Einen Strich durch die Rechnung macht derzeit noch der Landesbeauftragte für Eisenbahnaufsicht. Dieser teilte der Kommune im Oktober mit, dass er eine faktische Wiedererrichtung des alten Übergang nicht befürwortet. Dem Bau der neuen Westumgehung einschließlich Verlegung der Bahnquerung sei ein ordnungsgemäßes Baurechtsverfahren vorausgegangen, argumentiert er. "Zwischen der Bahnlinie Beucha-Trebsen und dem Gelände der Agroservice Brandis e.G. wurde eine neue Wegeverbindung errichtet. Den Bedürfnissen der Fußgänger und Radfahrer wurde also weitgehend Rechnung getragen", so der Landesbeauftragte.

Andere Behörden brachten hingegen keine Einwände vor. So wurde die Kommune vom Abteilungsleiter im sächsischen Wirtschaftsministerium, Bernd Sablotny, ermuntert, einen Übergang nur für Fußgänger und Radfahrer einzurichten. "Die geringe Bedeutung der Strecke sollte dies gestatten", heißt es aus dem Hause Morlok. "Positive Signale gibt es auch aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie der Landesdirektion", berichtet Bürgermeister Arno Jesse. Das Lasuv unterstütze ausdrücklich das Vorhaben der Kommune. "Unser Ziel ist es, als Verwaltung alles zu versuchen, die Voraussetzungen für eine Bahnquerung für Fußgänger und Radfahrer im Zuge einer Planfreistellung zu erreichen. Im Moment steht dem noch die Aussage des Landesbeauftragten für Eisenbahnaufsicht entgegen." Jesse hofft jedoch, aufgrund der "sehr positiven" Gespräche mit dem Lasuv und der Landesdirektion doch noch zu einer Lösung zu kommen. Die Alternative könne niemand wollen - dass vorhandene Geländer überstiegen werden und sich Leute in Gefahr bringen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.11.2013
Simone Prenzel

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