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Wurzen Brandiser Dachse: Beim Rugby ist ein robuster Körper von Vorteil
Region Wurzen Brandiser Dachse: Beim Rugby ist ein robuster Körper von Vorteil
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06:00 07.11.2016
Die Nachwuchsspieler des SV Stahl Brandis trainieren auf dem Sportplatz an der Waldstraße. Es geht darum, den eiförmigen Ball abzunehmen.
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Brandis

In Großbritannien ist Rugby ein Nationalsport, in Deutschland dagegen ist die Sportart nur wenig verbreitet. Ein Team, was den Sport mit Begeisterung betreibt, sind die Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der Rugbymannschaft „Brandiser Dachse“ vom SV Stahl Brandis. „Endstanden ist das Team 2006 aus einer Sport-AG an der Oberschule Brandis“, erklärt Jürgen Weber. Er selber kümmert sich im Verein um die Koordination zwischen Schulen und Verein.

In Brandis wird 7er-Rugby gespielt. Das bedeutet, eine Mannschaft besteht aus sieben Spielern. Im Gegensatz dazu gibt es auch 15er-Rugbymannschaften, bei denen 15 Leute zu einer Mannschaft zählen. Das Spielfeld ist genauso groß wie beim Fußball. Der Verein ist mit in der Mitteldeutschen 7er-Rugbymeisterschaft, gemeinsam mit elf anderen Mannschaften aktiv.Beim Rugby geht es ordentlich zur Sache: Zweimal sieben Minuten dauert ein Spiel, während dem versucht wird den eiförmigen Ball durch die Reihe der Gegner an das andere Ende des Spielfeldes zu bringen. „Diese Zeit mag wenig klingen, ist aber für die Spieler sehr herausfordernd“, erläutert Weber. Denn, es wird gerannt und versucht den Gegner davon abzuhalten auf dem Spielfeld vorwärts zu kommen. Das darf mit allen erlaubten Mitteln versucht werden. „Alles was sich oberhalb der Schulter abspielt ist laut Regelwerk verboten.“ Im Gegensatz zum verwandten Football wird Rugby ohne Köperschutz gespielt. Lediglich die Zähne sind geschützt. „Aber, Rugby ist keineswegs gefährlich“, gibt Weber Entwarnung. „Wenn der Kopf weiß, dass er einen Gegner abwehren muss, laufen ganz andere Bewegungsmechanismen ab, als wenn der Angriff unerwartet kommt – etwa, wenn beim Fußball jemand überraschend gefoult wird.“ Und die Statistik gibt Weber Recht. „Wir haben weniger Verletzte als beim Fußball.“ Der gebürtige Leipziger kann aus Erfahrung sprechen. 16 Jahre hat er selbst gespielt, war in der Nationalmannschaft der DDR.

Durch die vielen Regeln gibt es wenig Möglichkeiten für unfaires Spielverhalten. „Wenn ein Spieler sich nicht korrekt verhält, wird er für zwei Minuten aus dem Spiel genommen. Und das ist, bei einer Gesamtdauer von sieben Minuten pro Einheit schon eine empfindliche Strafe, die es zu vermeiden gilt“, so Weber. „Rugby ist vor allem an Schulen sehr beliebt, weil es sehr pädagogisch ist.“ Spielerisch lernen die Schüler Fairness, Dursetzungsvermögen und Disziplin.

Wer geeignet für den Sport ist, weiß Weber: „Der Spieler sollte schnell und wendig sein – vor allem für das 7er-Rugby, dass wir spielen.“ Ab etwa acht Jahren kann man anfangen. „Es kommt natürlich immer darauf an, wie groß und schwer ein Kind ist. Eine gewisse Robustheit ist natürlich wichtig“, so Weber. Dass das Interesse bei Kindern groß ist, zeigt die aktuelle Entwicklung. Seit September versuchen sich auch 14 Kinder der Grundschule Brandis im Rugbyspielen.

Wer Lust hat, den Sport einmal auszuprobieren, kann dies am 19. und 20. November in der Mehrzweckhalle Brandis tun. Dort spielen Mannschaften der Grund- und Oberschule Brandis gegen andere Schulmannschaften.

Von Tatjana Kulpa

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