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Wurzen Brandiser Gymnasium bietet beim Tag der offenen Tür etwas fürs Auge
Region Wurzen Brandiser Gymnasium bietet beim Tag der offenen Tür etwas fürs Auge
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13:59 01.02.2016
Vorsicht, heißes Würstchen: Die Physiklehrer Jens Merbach (hinten) und Lutz Feichtinger sorgten mit diesem Stromleitungs-Versuch sowie weiteren physikalischen Experimenten für beste Unterhaltung beim Tag der Offenen Tür am Brandiser Gymnasium. Quelle: Roger Dietze
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Brandis

 Wenn im Brandiser Gymnasium Gewürzgurken zum Glühen und Schokoküsse zur Explosion gebracht werden, wenn Papierboote einem Belastungstest unterzogen werden und sich das Schulhaus in ein klingendes Gebäude verwandelt, dann hat die Bildungsstätte zu ihrem Tag der offenen Tür eingeladen. Sich über deren Angebote einen Überblick zu verschaffen, waren am Sonnabend einmal mehr insbesondere die angehenden Fünftklässler und ihre Eltern eingeladen.

Von diesem Angebot Gebrauch hatte unter anderem Familie Schliemann aus Altenbach gemacht. „Nach unserem Besuch des Tages der offenen Tür im Wurzener Gymnasium vor Wochenfrist müssen wir nun eine Entscheidung zwischen den beiden Schulen treffen“, so Katrin Schliemann. Wichtig sei für sie, dass ihrer Tochter bis zur Erlangung der Hochschulreife ein möglichst umfangreiches Fächerangebot zur Verfügung steht. „Wurzen punktet aufgrund seiner Größe mit dem aus unserer Sicht etwas größeren Angebot, Brandis hat dafür die familiärere Atmosphäre auf der Habenseite.“

Vorsicht, Knallgasentwicklung: Zehntklässler Vinzenz Angeli weist mit den Geschwistern Cedrik (l.) und Yannick die Existenz von Wasserstoff nach. Quelle: Roger Dietze

Um den Schliemanns und anderen noch unentschlossenen Eltern die Entscheidung für ihr Haus zu erleichtern, wusste Schulleiterin Silke Kirsten am Sonnabend über fortgeschrittene Pläne in puncto räumliche Erweiterung zu berichten. „Das Gymnasium ist in der städtischen Planung enthalten, eine Erweiterung der bestehenden Schulgebäude ist dabei die wahrscheinlichste Variante“, so die Chefin, in deren Bildungsstätte derzeit rund 600 Schülerinnen und Schüler betreut werden.

Und zwar in bis auf eine Klassenstufe jeweils drei Klassen. „Wir gehen davon aus, dass auch der neue Jahrgang dreizügig laufen wird“, so Silke Kirsten.

Diesem neuen Jahrgang und seiner Elternschaft wurde am vorgestrigen Vormittag eine Menge geboten. So hatte die Druckwerkstatt ihre Pforten geöffnet, in der sich die Gäste gemeinsam mit den „Künstlern“ unter den Brandiser Gymnasiasten an Experimenten versuchen konnten, derweil sie im Biologie-Kabinett eingeladen waren, auf Tuchfühlung mit „Tausendfüßlern und anderen Krabblern“ zu gehen. Im Physikkabinett wiederum konnten sie den Lehrern Jens Merbach und Lutz Feichtinger bei effektvollen Physik-Experimenten über die Schultern schauen und wurden dabei Augenzeugen der Auswertung der diesjährigen Schulmeisterschaften im Papierbootbau.

Auf Vertrautes dürften einige der angehenden Fünftklässler im PC-Kabinett der Brandiser Bildungsstätte gestoßen sein, in dem diverse Computerspiele zum Mitmachen einluden. Informatik-Lehrerin Elke Quarch wusste jedoch mögliche bei der Elternschaft aufkommende Bedenken im Zusammenhang mit dieser nicht unumstrittenen Freizeitbeschäftigung zu zerstreuen. „Wir schauen mit den Schülerinnen und Schülern auch hinter die Kulissen und versuchen bei ihnen ein Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen“, so die Pädagogin, die gleichwohl auch die Elternschaft in der Verantwortung sieht: „Kinder sollten generell nicht unkontrolliert ihren Computer nutzen.“

An die Elternschaft wandte sich am Tag der offenen Tür auch der Schulförderverein. „Unser Engagement ist auf das Interesse der Kinder gerichtet“, so Vereins-Vize Silke Wienzek. „Das heißt, dass wir unsere Hilfe Familien auch für den Fall anbieten, dass die Beteiligung etwa an Klassenfahrten aus finanziellen Gründen gefährdet ist.“

Von Roger Dietze

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