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Wurzen Brandiser Kindergarten nimmt am Bewegungsprojekt der IKK teil
Region Wurzen Brandiser Kindergarten nimmt am Bewegungsprojekt der IKK teil
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14:29 08.05.2017
Und jetzt im Krebsgang! Die Regenbogen-Kinder in Brandis haben viel Spaß bei dem von Physiotherapeutin Claudia Wölm geleiteten Bewegungsprojekt. Quelle: Foto:
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Brandis

Unter dem Glasdach der Mehrzweckhalle haben neun Mädchen und Jungen bunte Seile zu Steckenpferden umfunktioniert und galoppieren im Kreis, allen voran Physiotherapeutin Claudia Wölm. Großes Gelächter, wenn ein Pferd das andere aus der Bahn wirft. Der Brandiser Kindergarten „Regenbogen“ nimmt an dem Gesundheitsprojekt der IKK „Die Kleinen stark machen“ teil. Partner ist die Physiotherapie Diestel in Pomßen.

„Natürlich machen wir auch so Sport mit den Kindern, außerdem haben wir ein großes Außengelände, zu dem es aus jedem Pavillon, wie die Gruppenzimmer bei uns heißen, Zugang gibt“, sagt Maria Reichelt (32), die die Einrichtung in der Pappelallee seit 2013 leitet. „Aber heutzutage werden Kinder von A nach B gefahren, viele verbringen ihre Freizeit sitzend vor dem PC und haben viel zu wenig Bewegung. Bei unseren Sportstunden sieht man zum Teil, dass sie motorische Schwierigkeiten haben.“ Als ihr der Flyer mit dem kostenlosen IKK-Projekt auf den Tisch flatterte, griff sie deshalb sofort zu. „Es ist das erste Mal, dass wir ein Projekt eines externen Anbieters angenommen haben“, sagt sie. „Wir versuchen mit dem Projekt, mehr Bewegung in den Alltag der Kinder zu bringen“, erklärt Claudia Wölm, die von der IKK eigens für das Projekt geschult wurde, „denn ein Mangel im Kindesalter kann negative Folgen haben, zum Beispiel Haltungsschäden.“ Deshalb bietet sie Übungen an, die Koordination, Beweglichkeit und Konzentration schulen. Über insgesamt zehn Wochen kommt die Therapeutin in die Einrichtung, um mit zwei Gruppen je 45 bis 60 Minuten Lauf- und Bewegungsspiele zu machen. Das zuvor in einem Elternabend vorgestellte Angebot richtet sich an die Jahrgänge 2011 bis 2013. „Die älteren, die Schulanfänger, haben auch ohne dieses Projekt viele vor in diesem Jahr, und die Jüngeren könnten nächstes Jahr an die Reihe kommen, da wir das Projekt fortführen wollen“, erklärt Reichelt die Auswahl. Insgesamt verbringen 74 Kinder unterm Regenbogen ihren Tag, in der Außenstelle, der Krippe auf der Jahnhöhe, weitere 22. Damit ist die im Jahr 2000 gebaute Einrichtung ausgelastet. „Wir haben ganz viele Zuzüge aus Leipzig und aktuell sogar Wartezeiten auf einen Platz“, berichtet Reichelt, der 14 Mitarbeiter zur Seite stehen.

Interesse wecken die Spiele schon jetzt auch bei den anderen Kindern – bald hat sich eine kleine Zuschauergruppe gebildet. Die staunt, was man alles mit einem einfachen Seil anstellen kann. „Und auch für die Erzieher bieten die Übungen Anregungen“, ist die Kita-Leiterin überzeugt. So balancieren die Kinder auf dem Seil, dann wird es zur Schlange, die sie, laufend und springend, hinter sich herziehen. Die müde Schlange rollt sich schließlich auf dem Rücken der Mädchen und Jungen zusammen, die sie, nun ihrerseits kriechend, transportieren, während die Therapeutin bei dem ein oder andern die Rückenhaltung korrigiert. „Jede Woche steht ein anderes Gerät im Mittelpunkt, auch mal Tücher, Luftballons oder Wäscheklammern, so dass die Übungen nach Lust und Laune auch schnell zu Hause nachgemacht werden können“, hofft Maria Reichelt auf diesen Effekt. Und damit die Eltern ihre Sprösslinge dabei unterstützen, sind sie zu dem Abschlussfest eingeladen, mit dem das Bewegungsprojekt im Sommer endet.

Von Ines Alekowa

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