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Wurzen Brandiser Kirchgemeindehaus wird saniert
Region Wurzen Brandiser Kirchgemeindehaus wird saniert
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05:00 30.06.2010
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. Wer hinter die Fassade des Kirchgemeindehauses blickt, sieht derzeit nur Stützen. „Wir haben die Zwischenwände herausgebrochen und mit einer Stahlbetonkonstruktion eine völlig neue Decke eingezogen",erzählt Pfarrer Ulrich Seidel beim Gang über die Baustelle.

Der bisherige Saal, der unter anderem zu Chorproben diente, wird nach dem Eingriff nicht wieder zu erkennen sein. „Die Saalfläche verdoppelt sich fast, so dass wir künftig auch für größere Veranstaltungen gewappnet sind und bei späteren Strukturveränderungen durchaus ein regionales Zentrum abgeben könnten", gibt Seidel die Richtung vor. Die zweiflügelige Treppe, die bisher ins Obergeschoss führte, verschwindet ganz. Dafür wird an der Rückfront zur Hauptstraße hin ein komplett neues Treppenhaus hochgezogen. Dessen Fundament ist derzeit in einer riesigen Baugrube schon zu erkennen. Der Zugang zum sanierten Kirchgemeindehaus werde dann ebenfalls von der derzeitigen Rückseite aus erfolgen. Geplant sind im Erdgeschoss neben dem großen Saal neue Sanitäranlagen, ein Garderobenraum sowie eine kleine Kaffeeküche. Auch für das Obergeschoss gibt es bereits Pläne: „Aber die sind momentan nicht finanzierbar", schränkt Seidel ein. Zwei Wohnungen könnten hier entstehen. „Das ist eine idyllische Lage - mitten in der Stadt und doch ruhig am schattigen Kirchplatz gelegen", schwärmt der Pfarrer und blickt in Gedanken schon mal auf die Rückfront des Hauses, die dann zur Hauptstraße hin auch Balkons zieren sollen.

Aber vorerst sei es erst einmal dringlicher, die Finanzierung des Saales hinzubekommen. „Wie das bei einem alten Gebäude so ist, wird es natürlich teurer als wir uns gedacht hatten." Momentan gehe man von 220 000 Euro aus, die die Arbeiten im Erdgeschoss kosten. Neben Geld der Kirchgemeinde, einer Beihilfe der Landeskirche und einem Kredit sei man unbedingt auf weitere Spenden angewiesen. „Aber die Brandiser sind Spendenweltmeister, das haben sie schon vielfach bewiesen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen."

Um Geld zu sparen, nahmen fleißige Helfer schon einige Abbruch- und Schachtarbeiten selbst in die Hand. So musste der Fußboden um etwa 20 Zentimeter abgesenkt werden, um trotz der neuen Deckenkonstruktion die Raumhöhe zu erhalten. Dies sei eine staubige und schweißtreibende Angelegenheit gewesen. Inzwischen hat die Baufirma Bernd Reiche aus Altenhain das Zepter auf der Baustelle übernommen. „Am Reformationstag soll alles fertig sein", nennt Pfarrer Seidel das durchaus ehrgeizige Ziel.

Simone Prenzel

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