Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Brandiser Kreisel sorgt für Diskussionen
Region Wurzen Brandiser Kreisel sorgt für Diskussionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 30.03.2011
Anzeige

. Fahrspuren lassen erkennen, dass nicht alle hier die Kurve kriegen.

„Mich stört die Erhebung nicht", meint der Brandiser Hartmut Gerstmann. „In England sind solche Aufschüttungen gang und gäbe. Da werden massive Steinhaufen errichtet, um die Durchsicht zu versperren." Ihn ärgere es nicht, wenn er vor dem Einfahren in den Kreisel kurz stoppen müsse, so Gerstmann. „Dann fährt man wenigstens nicht rein wie eine – pardon – gesenkte Sau."

Im Rathaus ist man über die Lösung hingegen gar nicht glücklich. „Die Kraftfahrer sind jetzt gezwungen anzuhalten. Das stellt den ganzen Sinn des Kreisverkehrs in Frage", findet Bauamtsleiter Jürgen Otto. „Kreisel sind ja eigentlich dazu da, den Verkehr flüssig zu gestalten. Eine abgeflachte Variante wäre deshalb günstiger gewesen." Einwände, die die Kommune im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens diesbezüglich vorbrachte, seien nicht gehört worden, bedauert der Amtsleiter. „Das ist Sache des Freistaates", hieß es immer wieder. „Abzuwarten bleibt, wie der Verkehr rollt, wenn die zwei noch fehlenden Zufahrtsstraßen der eigentlichen Westumgehung in Betrieb gehen."

Gelungen findet den Kreisel der Waldsteinberger Klaus Kießling. „Durch die Erdaufschüttung sind die Kraftfahrer genötigt, langsam in den Kreisel einzufahren. Sonst kämen sie womöglich angerast und würden einfach durchbrettern." Früher sei auch er kein Freund derartiger Erhöhungen gewesen. „Aber ich habe mich eines Besseren belehren lassen und finde die Gestaltung gut." Als Mitglied der Verkehrswacht Muldental hat Klaus Kießling schon mehrere Kreisverkehre kritisch beäugt. Der Kreisel fast vor seiner Haustür schneidet bei dem Vergleich nicht schlecht ab. „Ich hoffe, auch die Schwerlaster aus dem Gewerbegebiet haben keine Mühe, hier die Kurve zu kriegen." Auch ohne Überpflasterung, wie bei der Zufahrt zum PEP-Markt in Grimma, sei die Durchlässigkeit für die Brummis aus seiner Sicht gegeben. Nun könne man nur hoffen, dass das erste Teilstück der Westumgehung schnell fertig wird und es auch in Waldsteinberg selbst mit dem grundhaften Ausbau der Ortsdurchfahrt bald richtig losgeht.

„Der Kreisel ist in Ordnung", findet der Beuchaer Thomas Kapst, der ihn täglich zweimal durchfahren muss. „Er trägt zur Verkehrsberuhigung bei, man ist gezwungen zu stoppen." Mehr Sorgen bereitet ihm da schon die Zufahrt zum neuen Netto-Markt, die nur wenige Meter hinter dem Kreisverkehr abgeht. „Hier müssen Kraftfahrer und Radfahrer mächtig aufpassen, dass es nicht mal kracht." Es sei zu wünschen, dass die zur Entschärfung angedachten Lösungen auch an dieser Stelle bald realisiert werden, so der Brandiser Stadtrat.

Simone Prenzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wurzen. Subbotnik nennen es die einen, Frühjahrsputz nannte es der Kulturbetrieb Wurzen, was da im sowie vor und hinter dem Ringelnatzhaus stattfand.

28.03.2011

Püchau. Der Konflikt um die Nutzung des Püchauer Schlosses spitzt sich zu. Landrat Gerhard Gey und die Leipziger Unternehmerfamilie Goldhahn gingen im Vorjahr mit dem Willen auseinander, einen juristischen Streit zu vermeiden.

26.03.2011

[image:phpay8Tvn20110325172425.jpg]
Bennewitz. Im Bennewitzer Rathaus großes Aufatmen: Das Jobcenter hat ab 1. April auch für die nächsten sechs Monate Verstärkung auf Ein-Euro-Basis zugesichert.

26.03.2011
Anzeige