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Wurzen Brandiser Schulleiter schlagen Alarm: Wir platzen aus allen Nähten!
Region Wurzen Brandiser Schulleiter schlagen Alarm: Wir platzen aus allen Nähten!
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13:49 19.05.2015
Auf Tuchfühlung mit "Egon": Die Sechstklässler Philipp (v. r.) und Bjarne demonstrieren Grundschüler Oliver das Programmieren eines Roboters. Quelle: Roger Dietze

"Wir müssen uns ernsthaft Gedanken machen, wie wir den weiter auf hohem Niveau konstanten Schülerzahlen Rechnung tragen", erklärt Robert Kröber, Fachbereichsleiter im Brandiser Rathaus. Die Kommune unterhält zwei Grundschulen, eine Oberschule und ein Gymnasium. Seit Jahren wird in die Infrastruktur investiert.

Zur Erinnerung: Bei den früheren Mittelschulen hatte es im westlichen Muldental einen regelrechten Reigen an Schließungen gegeben. Für zwei Bildungsstätten in Borsdorf und Machern kam vor Jahren das Aus. Brandis fängt seitdem sämtliche Oberschüler aus der Region auf. In den vergangenen Jahren wurde bereits eine komplett neue Bildungseinrichtung in der Poststraße aus dem Boden gestampft, zuletzt wurden sechs neue Klassenzimmer angebaut. Doch inzwischen steht fest: Die Kapazitäten reichen vorn und hinten nicht. Schulleiter Uwe Storek schlägt Alarm: "Die Kapazitäten sind absolut ausgeschöpft." Bis in die Nachmittagsstunden werde jeder Raum genutzt, um den Unterricht der derzeit rund 450 Schüler abzusichern. Fachkabinette könnten nicht durchgängig ihren Zweck erfüllen. "Auch die Einhaltung des Klassenraum-Prinzips ist illusorisch", so Storek. Entspannung indes ist nicht in Sicht. "Wir müssen erneut anbauen, wenn wir den Ansturm bewältigen wollen", bekennt Robert Kröber. Laut jüngster Prognosen der Sächsischen Bildungsagentur sei davon auszugehen, dass die Schülerzahlen für die Oberschule langfristig auf hohem Niveau bleiben. "Kurzfristig wird sogar ein Anstieg auf 470 bis 480 Schüler prognostiziert." Das wären noch einmal 30, 40 Kinder mehr als bislang, rechnet Kröber vor. "Brandis genießt einen guten Ruf, das bestätigen uns Eltern immer wieder." Die anerkannte pädagogische Arbeit zahle sich aus. "Da die Entwicklung der Bildungslandschaft ein wichtiges Anliegen ist, um auch für neue Einwohner attraktiv zu bleiben, müssen wir dem räumlich Rechnung tragen", erklärt der Amtsleiter. Notfalls durch Aufstockung des jetzigen Gebäudes, denn für eine Erweiterung in der Fläche fehle der Platz.

Auch das Gymnasium platzt aus allen Nähten. "Hier verläuft die Entwicklung der Schülerzahlen ähnlich erfreulich", verdeutlicht Kröber. In den vergangenen Jahren mussten sogar Schüler abgelehnt werden, weil die Klassen voll waren. Mit gleich zwei privaten Gymnasien in der Nachbarschaft hat Brandis augenscheinlich keinen Abbruch erlitten. Baulich müsse allerdings dringend etwas passieren, mahnt Kröber. "Geplant ist, die altersschwachen Module durch ein festes Gebäude zu ersetzen, mehr Unterrichtsfläche zu schaffen und gleichzeitig den Pausenhof neu zu gestalten." Bei den Etatberatungen müsse dazu eine Entscheidung getroffen werden.

Bereits am kommenden Dienstag stellt der Stadtrat die Weichen für die weitere Entwicklung der Beuchaer Grundschule. "Hier zwingt uns eine dauerhaft zu erwartende Zweizügigkeit ebenfalls zum Handeln", so der Amtsleiter. Auch an der Grundschule Brandis bestehe Sanierungsbedarf. Im Bereich des Flachbaus müssen sämtliche Böden ausgetauscht werden. "Langfristig rechnen wir mit rund 180 Schülern - also auch hier eine sehr stabile Entwicklung."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.02.2015
Simone Prenzel

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