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Wurzen Brandiser warnen vor Vereinssterben
Region Wurzen Brandiser warnen vor Vereinssterben
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05:00 18.12.2012
Auch die Tischtennisspieler sind von den höheren Entgelten betroffen. Quelle: Archiv
Brandis

Es drohe ein Vereinssterben, warnen sie die Stadtväter.

Die Vereine hat die Neuerung offenbar kalt erwischt. „Wir wurden vor der Beschlussfassung am 27. November im Stadtrat weder angehört noch einbezogen", monieren die Chefs des SV Stahl Brandis, des Brandiser TTC 1948, des FSV 1921 Brandis und der Schützengesellschaft. Ein Schreiben, das an Bürgermeister Andreas Dietze (parteilos) gerichtet ist, trägt die Unterschrift aller vier Vorsitzenden. „Auf Grund der völlig überhöhten Selbstbeteiligungssätze für Vereine verteuert sich das Sporttreiben in Brandis auf mehr als das Doppelte", erklären Thomas Borrmann vom Mehrspartenverein SV Stahl, Tischtennis-Boss Jörg Karol, Fußballchef Günter Kögler und Sportschütze Rolf Heymann. Das Ehrenamt als Übungsleiter werde durch die Streichung des bislang üblichen Zuschusses abgewertet, so das künftige Engagements oder die Neugewinnung von Betreuern kaum mehr zu erwarten seien, kritisiert das Vorsitzenden-Quartett. Zwar bewerten sie die Anhebung des städtischen Zuschusses für Jugendliche auf 20 Euro jährlich positiv. „Die Vereine freuen sich aber über jeden Nachwuchs, der Brandiser Schulen besucht und in unserer Stadt Sport treibt", heißt es an die Adresse des Rathauses gerichtet. Somit könne man die Selektierung nach Wohnort nicht nachvollziehen. Wie berichtet, erhalten die Vereine für Kinder und Jugendliche, die nicht in Brandis wohnen, nur noch einen Obolus von drei Euro. Für die Vereine, die sich gleichzeitig höheren Entgelten für die Nutzung von Hallen und Plätze gegenüber sehen, bedeuten die neuen Regularien nach eigenen Angaben eine nicht zu schulternde Last. „In der Konsequenz müssten Trainingsgruppen zusammengelegt, Übungszeiten verkürzt oder ausgelagert sowie auf Turniere und andere Höhepunkte verzichtet werden." Es sei sogar mit dem Abwandern von Mitgliedern und ganzen Sportarten aus Brandis zu rechnen, prophezeien die Vereine. Auch unter den Stadträten rumort es kräftig. Für Frank Mieszkalski (SPD), der sich bei der Beschlussfassung im November als einer der wenigen kritisch äußerte, hat die Stadtverwaltung ihre Hausaufgaben nicht gemacht. „Wir hatten ausdrücklich gefordert, dass uns Modellrechnungen vorgelegt und die Vereine im Vorfeld einbezogen werden. Beides ist nicht geschehen." Den Stadträten sei die „Katze im Sack verkauft worden". Mieszkalski und SPD-Fraktionschef Arno Jesse wollen deshalb in der heutigen Stadtratssitzung einen Antrag einbringen. Tenor: Die in der Kritik stehende Förderrichtlinie soll gekippt werden.

Simone Prenzel

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