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Wurzen Buch über die Wurzener Bürgermeister seit 1832
Region Wurzen Buch über die Wurzener Bürgermeister seit 1832
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05:00 09.06.2011
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. Herausgegeben vom Geschichts- und Altstadtverein der Stadt, produziert in der Druckerei Bode, lockte die Publikation bei der Präsentation rund 40 Wurzener in den Blauen Saal.

„War es so schlimm, dass sie das Buch brauchten, um das Ganze zu verarbeiten?", fragte LVZ-Regionalchef Heinrich Lillie, der den Abend moderierte, Jürgen Schmidt. Der ehemalige Oberbürgermeister bekannte, dass ihm die sieben Jahre viel Freude brachten, die sich auch beim Schreiben von 80 Kolumnen für das Amtsblatt zeigte. Die Auswahl, die im Buch vorgelegt werde, gebe Einblick in Entscheidungsstrukturen und Probleme in einer sächsischen Kleinstadt. Distanz und Augenmaß gehören dazu, um als Bürgermeister Entscheidungen zu treffen. Zu den schönsten Momenten seiner Amtszeit zählt Schmidt die Einweihung der neuen Muldenbrücke, die „uns nicht die Flut geschenkt hat", sowie die Umwandlung des russischen Truppenübungsplatzes in 100 000 Hektar Stadtwald.

Hansrainer Baum, der zweite im Autorentrio, erforschte als Historiker ein Jahrzehnt lang Leben und Wirken Wurzener Bürgermeister nach der sächsischen Städtereform 1832, „um als Rentner nicht zu vergreisen". Er erhellte in der Runde die Quellenlage und schilderte detektivische Kleinarbeit bei der Fahndung nach korrekten Geburts- und Sterbedaten. Pikantes Detail: Unstimmigkeiten im Geburtsjahr von Julius Theodor Schmidt zum Beispiel erhärten aus der Sicht von Baum die These, dass er unehelich geboren wurde – nicht opportun für einen Bürgermeister.

Als Chronist gibt Wolfgang Ebert in dem Buch einen Überblick über Stadtoberhäupter und Rat. Dabei sei es ihm nicht um eine Bewertung gegangen. Die Bürgermeister hätten in unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichen Bedingungen ihre Aufgaben meistern müssen. Das sei ihnen selbst in Zeiten extremer Bedrohung wie dem Schmalkaldischen Krieg oder bei der Rettung der Stadt 1945 gelungen.

Auch in der Diskussion zeigte sich das Interesse der Zuhörer an der Publikation, die – so Ebert – eine Übersicht vermittele, nach der man das Wurzener Gemeinwesen als einen lebendigen Organismus über Jahrhunderte hinweg verfolgen könne. Am Büchertisch bestätigte sich, dass die Begegnung Neugier auf den Band geweckt hatte.

Ingrid Leps

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