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Bürger verkauft nicht: Minimalvariante in Sachen Hochwasserschutz

Hochwasserschutz Wagelwitz Bürger verkauft nicht: Minimalvariante in Sachen Hochwasserschutz

In Wagelwitz wird die alte Brücke abgerissen und eine neue gebaut. Dazu erfolgte jetzt der Spatenstich. Ein Bürger verhinderte, dass die Straßenführung der angrenzenden Straßen verändert werden konnte. Nun werden diese nur saniert.

Baubeginn in Wagelwitz: Zum offiziellen Spatenstich konnte Oberbürgermeister Matthias Berger Ortschaftsräte und die Baufirma sowie Bürger begrüßen.

Quelle: Thomas Kube

Grimma/Wagelwitz. Die Baustellenausrüstung steht. Die Arbeiten an der Brücke über das Mutzschener Wasser in Wagelwitz haben begonnen „Eigentlich war noch vorgesehen, den Verlauf der betroffenen Straßen zu verändern. Doch ein Anlieger stimmte nicht dem Verkauf seiner Flächen zu“, erklärt Oberbürgermeister Matthias Berger, warum aus der ersten Überplanung eine Minimalvariante übrig geblieben ist. „Wir können jedoch nicht warten, bis der Bürger das Teilstück verkauft, da sonst die Fördermittel verloren gehen“, erklärt er. Somit werden in einem zweiten Bauabschnitt nur die Serkaer und Gastewitze Straße in der Ortslage Wagelwitz saniert.

Der Brückenbau war erforderlich, da das Hochwasser 2013 dafür sorgte, dass die Widerlager sowie die Anschlüsse zur Gastewitzer Straße und Serkaer Straße beschädigt wurden. „Die Stadt Grimma bemühte sich um Mittel aus dem Hochwasserwiederaufbaufonds, um die Brücke und die Straßenabschnitte im Ort wieder auf Vordermann zu bringen“, sagt Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) . Rund 375000 Euro kostet die gesamte Sanierung einschließlich der Straßen. Der Durchfluss der Brücke wird von etwa 2,50 Metern auf 5,60 Meter erhöht. Neue Stützwände sollen das Bauwerk robuster machen. „Das ist auch erforderlich, da die Brücke wie ein Flaschenhals im Hochwasserfall wirkt“,weiß die Ortsvorsteherin Hannelore Blasko.

„Im ersten Bauabschnitt erfolgt der Bau der Brücke“,erläutert Ulrich Beyer vom zuständigen Planungsbüro Strabau-Projekt Leipzig GmbH. Zuerst soll die Trinkwasserhauptleitung verlegt werden. Anschließend ist vorgesehen, den Bach umzuleiten, um die Baugrundsohle trocken zu halten. Die alte Brücke wird abgerissen, bevor die Teile der neuen Brücke angeliefert werden. „Auf eine Stahlbetonplatte soll mit einem Kran das Stahlbetonfertigteil für die Brücke gehoben werden“, weiß Holger Wilhelm von der die zuständigen Baufirma, Wilhelm& Co Straßen- und Wegebau GmbH in Mutzschen. Er rechnet damit, dass allein der Brückenbau 2,5 Monate in Anspruch nehmen wird. In dieser Zeit wird eine Behelfsbrücke dafür sorgen, dass die Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge durch Wagelwitz kommen.

In einem zweiten Bauabschnitt ist dann vorgesehen, die Serkaer und die Gastewitzer Straße in der Ortslage Wagelwitz zu erneuern sowie die Hauptkanäle über die Oewa instand zu setzen, um den Wasserfluss bei starken Regenfällen vom Roten Grund besser steuern zu können. Froh ist Mike Hoyer, der in der Näher der Brücke wohnt. „Wir kämpfen seit fast fünf Jahren darum, dass endlich in Sachen Hochwasser etwas unternommen wird“, sagt er und hofft auf einen zügigen Bauverlauf. Sein Grundstück stand bei starken Regenfällen oft unter Wasser.

Von Cornelia Braun

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