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Wurzen Bürgermeister Pöge: 2017 wird ein sehr schweres Jahr für die Gemeinde
Region Wurzen Bürgermeister Pöge: 2017 wird ein sehr schweres Jahr für die Gemeinde
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15:51 03.02.2017
Voller Saal im Reußischen Hof: Mit einem ausführlichen Rückblick ließ Bürgermeister Thomas Pöge das Jahr 2016 Revue passieren Quelle: Foto:
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Thallwitz

In Thallwitz hat sich viel getan. Wie viel, darüber berichtete Bürgermeister Thomas Pöge (parteilos) zum Neujahrsempfang der Gemeinde im proppevollen Saal des Reußischen Hofs. Doch zuvor begrüßte er seine Gäste, darunter CDU-Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf, Vizelandrat Gerald Lehne, die Amtskollegen der Nachbarkommunen Uwe Weigelt (Lossatal), Bernd Laqua (Bennewitz) und Jörg Röglin (Wurzen), aber auch Doreen Lieder (Machern) sowie Stefan Müller (Trebsen) und nicht zuletzt Ex-Landrat Gerhard Gey, Vorsitzender des Geoparks Porphyrland.

Geladen waren überdies die Ehrenbürger, Unternehmer, Vereinsvorsitzenden, die Leiterinnen der Grundschule und Kitas. Ebenso die Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofes. Ihnen allen verkündete der 47-Jährige, dass 2016 eine „turbulentes Jahr mit Höhen und Tiefen“ gewesen sei. Gleich in Januar bestätigte die Rechtsaufsicht den Kommunaletat. Thallwitz musste sogar Reichensteuer zahlen. 33 Geburten und ein starkes Investitionsprogramm gehörten Pöge zufolge gleichfalls zu den Erfolgen. Allein knapp 1,7 Millionen Euro flossen demnach in eine Vielzahl von Projekten, darunter 1,54 Millionen aus Fördertöpfen der Europäischen Union, des Bundes und Landes. Der Eigenanteil der Gemeinde betrug dagegen nur 120 000 Euro.

Mit den Geldern wurden Hochwasserschäden beseitigt, vor allem an Ortsstraßen, und die Fußgängerbrücke im Park Lossa errichtet. Die Kommune setzte aber auch andere Vorhaben um. So konnte das 2015 zerstörte Sägemühlenwerk im Schulterschluss mit dem Denkmalschutz, dem Heimatverein und der Familie Hillscher komplett erneuert werden. Pöge erwähnte noch den Ausbau des Unterteiches in Röcknitz, das Multiple Haus in Böhlitz sowie den Rast- und Spielplatz „Fred Porphyrstein“ in Röcknitz, der kurz vor der Fertigstellung steht. Ende Februar will Thallwitz ferner den Bauantrag für die Umnutzung der Mittelschule Röcknitz einreichen. Die Renovierung der Kita „Zu den Felixmusikanten“ in Röcknitz, die Digitalfunk- und neue Atemschutztechnik für die Feuerwehr, die Straßenbeleuchtung im Pionierweg Röcknitz und der Traktor für den Bauhof rundeten schließlich Pöges Vorjahresresümee ab.

Dennoch, so der Bürgermeister, sei das Vorjahr keineswegs nur positiv verlaufen. Mit einer Gedenkminute erinnerte er an den verstorbenen Gemeindewehrleiter a. D. Harro Diener, an Ehrenbürger und Pfarrer i. R. Kurt Kobe sowie an Ehrenbürgerin Luise Richter. Aber auch zugleich an den Brand des Schlosses Lossa, „der uns noch 2017 beschäftigen wird“ und den „größten Rückschlag“, nämlich der Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen, „in einer Höhe, wie dies noch nie in unserer Gemeinde zu verzeichnen war“. Aufgrund dessen musste die Verwaltung die Innensanierung der Grundschule Thallwitz, den Straßenausbau „Alte Schäferei“ in Böhlitz sowie den Umbau der Mittelschule Röcknitz vorerst vom Wunschzettel streichen. Schon daher schwor Pöge seine Gäste auf „ein sehr schweres Jahr 2017“ ein, da sich der Negativtrend bei der Gewerbesteuer fortsetze und die Kreisbehörde mittlerweile Thallwitz mit einem Haushaltsstrukturkonzept zur Gesundung der Finanzen beauflagte. Pöge blieb trotz der dunklen Wolken am Horizont optimistisch. Was bereits begonnen wurde, werde fortgesetzte, sagte er. Zum Beispiel dank des Fördermittelbescheids die Arbeiten an der Thallwitzer Grundschule, die Rastplätze „Altes Spritzenhaus“ Thallwitz sowie das „Kriegerdenkmal“ Böhlitz oder der Baubeginn zur Umnutzung der Mittelschule Röcknitz.

Für den kulturellen Rahmen der Neujahrsveranstaltung im Reußischen Hof sorgten einmal mehr die Röcknitzer Blasmusikanten und der Gemischte Chor Röcknitz, welcher in wenigen Tagen auf sein 150-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Gegründet am 13. Februar 1867 bestand der Klangkörper bis 1959 ausschließlich aus Männern. 1960 fusionierte die verbliebene Schar mit den Frauen.

Von Kai-Uwe Brandt

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