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Wurzen Bundesschau der Rassekaninchen: Muldentaler Züchter fahren nach Kassel
Region Wurzen Bundesschau der Rassekaninchen: Muldentaler Züchter fahren nach Kassel
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00:29 14.12.2015
Günter Bachstein mit einem Schecken schwarz/weiß. Dieses Kaninchen nimmt an der Bundesschau in Kassel teil Quelle: Thomas Kube
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Grimma/Kassel

Wenn zur 32. Bundes-Kaninchenschau über 23.000 Kaninchen auf den Laufsteg in Kassel gehen, sind auch die Muldentaler Rassekaninchenzüchter mit von der Partie. Am 19. und 20. Dezember reisen 25 Züchter mit 100 Langohren an. Dabei sind die Landesclubmeister Matthias Schirmer mit vier Castor-Rexen und Günter Bachstein ebenfalls mit vier Mecklenburger Schecken schwarz-weiß. Denn zur Bundesschau ist die Anzahl der Tiere begrenzt. Bereits am 15. Dezember startet ein Sammeltransport mit den kostbaren Vierbeinern nach Kassel, und am 18. Dezember reisen die Züchter an.

Mit seinen Castor-Rexen wurde Matthias Schirmer (55) bei der vorjährigen Bundesschau bereits Deutscher Vizemeister. Der Kreisvorsitzende und Vorsitzende des Kaninchenzuchtvereins in Großbothen züchtet seit 1990 Castor-Rexe. Bereits sein Vater war der Vorsitzende in Großbothen und als Achtjähriger wurde sein Interesse an der Zucht geweckt. Obwohl er heute in der Nähe von Leisnig wohnt, ist er dem Verein in Großbothen treu geblieben, dem noch 13 Mitglieder angehören. Seine Ausstellungstiere wählte er aus 60 Tieren aus, die er gegenwärtig versorgt und betreut. „Die Tiere bekommen vor allem Futter aus der eigenen Ernte wie Heu, Rüben und Möhren, aber auch Kraftfutter“, verrät er ein Geheimnis seiner Zuchterfolge. Denn in diesem Jahr wurde er genauso wie Günter Bachstein, Friedrich Handschuh und Eberhard Heimer Landesclubmeister in Löbau. Auch zur 32. Bundes-Kaninchenschau rechnet sich Schirmer gute Chancen aus. 300 Tiere seiner Rasse werden um den begehrten Titel Deutscher Meister und Bundessieger kämpfen.

Auch Günter Bachstein hat sich in den letzten fünf Jahren unter Deutschlands Rassekaninchenzüchtern mit seiner Rasse „Mecklenburger Schecken“ einen Namen gemacht. Er holte sich bereits den Deutscher Meister-Titel auf der 31. Bundeskaninchenschau in Karlsruhe. Auf der größten Landwirtschaftsausstellung Mitteldeutschlands, der agra 2015 in Leipzig, wurde sein züchterischer Erfolg mit dem Großen agra-Preis geehrt. Bereits als Junge züchtete der heute 64-Jährige Rassekaninchen. Seinen ersten Rammler holte er sich in Bremen und die erste Häsin von Hanna Reiha aus Kleinbothen. Seit 2009 ist er Mitglied im S 330 Nerchau und seit 2010 beim Mecklenburger Scheckenclub Sachsen.

Vor Ausstellungen werden seine Tiere mit Kamm und Bürste hergerichtet. Bewertet werden unter anderem Gewicht, Körperbau, Fell, Rassemerkmale sowie der Pflegezustand der Tiere. „Kaninchen sind Feinschmecker“, sagt Bachstein. Deshalb habe er so manches Futter getestet. „Ich stelle die Futtermischungen selbst her. Die Zutaten hole ich mir von der Gornewitzer Mühle GmbH“, verrät er. Doch das Wichtigste sei, sich viel Zeit für die Tiere zu nehmen. So ist er nicht nur früh und abends im Stall, um Meister Lampe zu füttern, sondern sorgt für Streicheleinheiten und lehrt seine Tiere, sich richtig vor den Preisrichtern zu präsentieren. „Diese haben nur wenige Minuten Zeit, um die Tiere zu bewerten. Da ist es wichtig, dass sie nicht scheu sind, sondern ihre Vorzüge zeigen“, ist Bachstein überzeugt. Doch bis dahin heißt es, sich intensiv mit den Tieren zu beschäftigen, die Krallen zu verschneiden, sie zu bürsten, damit das Fell herrlich glänzt.

Von Cornelia Braun

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