Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Bundesstraße 107 bei Trebsen: Radweg soll Sicherheit bringen
Region Wurzen Bundesstraße 107 bei Trebsen: Radweg soll Sicherheit bringen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:31 30.10.2015
Keine Momentaufnahme: Wie hier zwischen Trebsen und Walzig reicht der Platz auf der B 107 nicht aus, da wird es für Radfahrer ganz eng. Quelle: Frank Schmidt
Trebsen/Bennewitz

In einem Schreiben an das zuständige Amt für Kreisentwicklung erinnerte Eckhardt an jenes Vorhaben und sieht die Zeit für gekommen, das Projekt endlich zu realisieren. Hintergrund sei der demografische Wandel im Dorf Walzig.

„Hier haben mehrere junge Familien ihren Wohnsitz gefunden, deren Sprösslinge in den Kindergarten und bald auch in die Grund- und Oberschule von Trebsen gehen. Besonders der Schulweg ist für sie auf der stark befahrenen Bundesstraße 107 nicht gefahrlos möglich“, moniert Eckhardt. Doch es gehe nicht nur um die Kinder. Auch Erwachsene und Senioren, die für ihre Besorgungen – Einkäufe, Arztbesuche, Behördengänge – mit dem Fahrrad unterwegs sind, setzen sich den Verkehrsrisiken aus. Deshalb sei von Eckhardt schon mehrfach an die Trebsener Stadtväter herangetragen worden, einen Radweg zumindest zwischen Trebsen und dem Ortsteil Walzig zu bauen. Und da bis zum Ortsausgang in Richtung Wurzen schon ein Radweg besteht, würde es sich nur um eine Verlängerung von etwa 300 Metern handeln. „Aber zu den Anfragen an die Stadt Trebsen habe ich bisher keinerlei Antworten erhalten“, beklagt Eckhardt. Dem widerspricht Ute Jähnicke in Vertretung des ehrenamtlichen Bürgermeisters Stefan Müller. „Die Anfragen sind mündlich vorgetragen und vollumfänglich mündlich beantwortet worden.“ Vollumfänglich heißt, so lässt Müller auf Nachfrage wissen, „dass ich Herrn Eckhardt über meinen damaligen Kenntnisstand zum Sachverhalt berichtete“. Demnach habe er sich mit den Amtskollegen aus Grimma und Bennewitz, Matthias Berger und Bernd Laqua, darauf verständigt, den Straßen begleitenden Radweg entlang der B 107 „voranzubringen“. Der Bennewitzer Rathauschef soll hierfür „federführend agieren“.

Hilfreich dabei könnte sein, so erfuhr Eckhardt von Ute Haunstein im Amt für Kreisentwicklung, dass dieses Projekt im Rahmen der „Radverkehrskonzeption des Freistaates Sachsen 2014“ ins „Bauprogramm Radwege“ aufgenommen wurde, gar in die Klasse A. Und alle Vorhaben in dieser Klasse, so betont Haunstein, haben „höchste Priorität“ und „sollen bis 2025 realisiert werden“. Laqua indes möchte da etwas kräftiger in die Pedalen treten und hofft in „naher Zukunft“, die er mit „fünf bis sechs Jahren“ definiert, am Ziel zu sein. Aber: „Es sind so viele Radwege in die Kategorie A gehoben worden, dass jetzt die Herausforderung steht, diese A-Kategorie durch ein dünnes Nadelöhr zu führen. Und das heißt Lasuv. Denn das Landesamt für Straßenbau und Verkehr muss alles umsetzen“, weiß der Bennewitzer Gemeindechef. Und dazu gehöre auch eine mögliche Umgehungsstraße für Trebsen. Doch diese, so merkt Haunstein im Landratsamt an, „steht auch im Zusammenhang mit der noch offenen Diskussion zur Ortsumgehung Trebsen und deren Einordnung in die Bedarfsplanfortschreibung für den Ausbau der Bundesstraßen.“ Folglich, so konstatiert Laqua, „muss man dem Lasuv, jedoch nicht nur dem Lasuv auf die Füße treten.“

Frank Schmidt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Landkreis Leipzig auf dem "Wohn-Prüfstand": Im Landkreis Leipzig werden zusätzlich rund 1300 Wohnungen für die Flüchtlinge gebraucht, die in diesem Jahr kommen. Das geht aus einer aktuellen Wohnungsmarkt-Analyse des Pestel-Instituts hervor, die am Montag veröffentlich wurde.

Von Park zu Park und von Denkmal zu Denkmal – zwei Dutzend Wurzener folgten der Einladung des Verschönerungsvereines zum Stadtspaziergang. Vorbei ging es am Kriegermahnmal im Alten Friedhof, dem Geburtshaus von Dichter Joachim Ringelnatz und am Schloss Wurzen.

26.10.2015

Wenn Wurzens Innenstadthändler am 13. November wieder Tür und Tor zum Nachtshopping öffnen, geht auch die Belebung leerer Geschäfte in die zweite Runde. Diesmal, kündigt Stadtmarketingkoordinator Peter Sauer an, wolle das regionale Netzwerk mit dem Namen "WerkStadt Wurzen" sogar vier verwaiste Geschäfte in Beschlag nehmen.

26.10.2015