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Wurzen Buntkariert statt kleinkariert
Region Wurzen Buntkariert statt kleinkariert
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08:57 10.09.2010
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. Polizei und Justiz wurden gegen mehrere Tatverdächtige aktiv. Und auch die Veranstalter machten sich intensiv Gedanken, wie sie in diesem Jahr für einen friedlichen Verlauf der Großveranstaltung vom 17. bis 19. September sorgen können.

In Internetforen war nach den Vorfällen vom September 2009 heftig diskutiert worden, ob die Veranstalter nicht willens oder in der Lage wären, für die Sicherheit der Besucher zu sorgen. Die Staatsanwaltschaft hat gegen fünf der mutmaßlichen Täter Anklage erhoben, unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

„Die Vorfälle haben wir gemeinsam mit der Polizei ausgewertet und Schlussfolgerungen gezogen ", erklärt Uwe Schimmel vom veranstaltenden Kulturverein Schloss Machern. Besonders im Jubiläumsjahr des schottisch angehauchten Großereignisses möchte man ausschließlich für positive Schlagzeilen von begeisterten Zuschauern und Kilt-Kämpfern sorgen, versichert er.

„Die Teams, die wieder in den urschottischen Disziplinen wie Baumstammwerfen und Steinstoßen an den Start gehen, sehen zwar martialisch aus", wie es Schimmel formuliert. „Mit irgendwelchen Randalierern hat aber keiner von ihnen etwas am Hut." Bei der zehnten Auflage der Highland Games soll deshalb erstmals ein Motto ausgegeben werden: „Buntkariert statt kleinkariert" – unter diesem Slogan gehen die Spiele vom 17. bis 19. September über die Bühne. Zudem werde die Macherner Pfarrerin Barbara Lötzsch die Veranstaltung segnen.

Tausend Buttons mit dem Motto der Highland Games sollen unter den Zuschauern verteilt werden. Die Idee dazu sei von einer Macherner Bürgerin ausgegangen, berichtet der Vorsitzende des Kulturvereins. „Sie war über die Vorfälle des vergangenen Jahres überaus schockiert und meinte, dass Machern in dieser Angelegenheit Farbe bekennen müsse." Daraus erwachsen sei eine Aktion für mehr Bürgercourage. „Es geht darum, ein Zeichen für friedliche Highland Games zu setzen", so Schimmel. Eins solle dabei zum Ausdruck kommen. „Wir sind 15 000 friedlich feiernde Besucher, die sich dieses schöne Fest nicht von ein paar Störenfrieden ruinieren lassen."

Um für einen friedlichen Verlauf zu sorgen, hätten intensive Abstimmungen mit Polizei, Gemeinde und Security stattgefunden. „Es werden ausreichend Sicherheitskräfte vor Ort sein, um gegebenenfalls einzugreifen", so der Cheforganisator. Präventiv sollen gegen vermeintliche Störenfriede auch Platzverweise ausgesprochen werden.

Zu den Highland Games werden 34 Amateurmannschaften und zwölf Pipebands erwartet. Den Auftakt bestreiten am 17. September „Caledon – die drei schottischen Tenöre".

Simone Prenzel

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