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Wurzen BurgenLandKlänge: Neue Reihe bietet Hörgenuss an besonderen Orten
Region Wurzen BurgenLandKlänge: Neue Reihe bietet Hörgenuss an besonderen Orten
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19:02 05.04.2018
Schloss Colditz thront hoch über der Mulde und ist auch als Konzertstätte beliebt. Quelle: Thomas Kube
Landkreis Leipzig

Die Dichte an historischen Gemäuern im Sächsischen Burgenland sucht ihresgleichen. Romantische Schlösser, alte Klöster und Kirchen, imposante Burgen sind nicht nur eingebettet in eine einzigartige Flusslandschaft. Sie eint auch eine weitere Gemeinsamkeit: In den historischen Mauern erklingen das ganze Jahr über Konzerte. Ob Pop, Rock, Jazz oder Blues, klassische Konzerte oder moderne Darbietungen – die Palette ist breit gefächert. „Um noch mehr Besucher in die Region zu locken, haben wir eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen“, erläutert Sandra Brandt, Leiterin der Abteilung Region bei der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM).

Unter dem Titel BurgenLandKlänge werden nunmehr einzigartige Klangerlebnisse an kulturhistorisch wertvollen Orten im Sächsischen Burgenland gebündelt. „Insgesamt wird es in diesem Jahr über 50 Veranstaltungen an 13 besonderen Orten geben“, so die Touristik-Fachfrau. In einer Broschüre, die LTM herausgibt, findet sich eine Übersicht aller Höhepunkte und ausgewählter Akteure.

Filmklassiker Sounds of Hollywood am Kreuzfelsen in Waldheim Quelle: Miskus

Besondere Veranstaltungsorte sind unter anderem der Dom St. Marien in Wurzen, der mit einem Gospelkonzert und Haydns Schöpfung lockt. Im Rittergut und Schloss Trebsen geben Mittelalterfeste, Bluesnächte, Rock’n’Roll-Wochenenden und Schottenmusik den Ton an. Im wunderschönen Ambiente des Festsaals im Jagdhaus Kössern kommen klassische Werke besonders gut zur Geltung. Hier treten unter anderem das Leipziger Symphonieorchester mit einem Barockkonzert und Schüler des Centrum Musicum, einer im Jagdhaus ansässigen Musikschule besonders für pianistisch Interessierte, auf.

Das Sächsische Burgenland glänzt aber noch mit weitaus mehr außergewöhnlichen Veranstaltungsstätten, die mit nüchternen Konzertsälen nichts gemein haben. Die Seebühne Kriebstein beispielsweise, die sich am Nordufer der gleichnamigen Talsperre befindet und die einzige ihrer Art in Sachsens ist. Weitere stimmungsvolle Kulissen bieten die Freilichtbühne Schmetterling im Kurpark Bad Lausick, aber auch Kloster Buch bei Leisnig oder der Kreuzfelsen in Waldheim, wo sich der Vorhang für Lieder aus der Traumfabrik – die „Sounds auf Hollywood– hebt.

Konzert an der Seebühne Kriebstein. Quelle: Sven Bartsch

Sogar in Steinbrüchen wird musiziert. Auf dem Rochlitzer Berg wird seit Jahrhunderten der rote Rochlitzer Porphyr abgebaut. Das rote Tuffgestein, wegen seiner Maserung auch „Sächsischer Marmor“ genannt , entstammt der Asche eines ehemaligen Vulkans und bietet somit die perfekte Kulisse für ein Konzerterlebnis, das in diesem Jahr am 29. Juni stattfindet. Neben Songs von Peter Gabriel, Paul Simon oder Pink Floyd kommt auch der visuelle Aspekt an diesem Abend nicht zu kurz – mit beeindruckenden Licht- und Laserprojektionen sowie großartigen Feuereffekten wird das rote Gestein in Szene gesetzt. Nicht zu vergessen im klangvollen Reigen ist schließlich Schloss Colditz. Hoch über der Mulde wechseln sich hier monatliche Blüthner-Konzerte mit modernem Jazz, Pop und Liederabenden ab.

In historischen Mauern, aber auch häufig im Freien bieten sich damit 2018 etliche Gelegenheiten, dem Sächsischen Burgenland zu lauschen.

Von Simone Prenzel

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