Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Burkartshainer Jugendklub wieder nutzbar
Region Wurzen Burkartshainer Jugendklub wieder nutzbar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 07.02.2018
Investition in die Zukunft: Der Jugendklub in Burkartshain wurde nach einer Sanierung durch die Jugendlichen von den Jugendlichen wieder in Besitz genommen. Quelle: Frank Schmidt
Wurzen/Burkartshain

Die Jugend in und um Burkartshain hat wieder ein Domizil am alten Standort. Das einstige Sanitärhaus des noch alten Freibades, welches seit gut zwanzig Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Freibad als Jugendklub genutzt wird, ist nach umfangreicher Sanierung wieder eröffnet worden.

Dazu müsse man wissen, dass durch einen technischen Defekt im neuen Freibad der baulichen Substanz des Jugendklubs sprichwörtlich das Wasser bis zum Hals stand. „Bis zu 15 Zentimeter hoch stand überall die Brühe“, weiß Peter Poppe, Ortschaftsratsvorsitzender von Kühren-Burkartshain und Wurzener Stadtrat für die Linksfraktion, zu berichten. Nun sei es darum gegangen, das Gebäude wieder für die Jugend im Dorf nutzbar zu machen. „Und am Ende freut es mich, dass die Initiative von den Jugendlichen kam, die sich nicht in ein gemachtes Nest setzen wollten, sondern sehr viel in Eigenleistung erbracht haben“, blickt Poppe auf die Zeit der Sanierung zurück. Und auch, dass die Jugendlichen um die Tausend Euro in bar aus eigener Tasche für ihren neuen Freizeittreff investiert haben, sei „statt immer nur auf die Jugend zu schimpfen, alle Ehre wert“.

Freilich bedurfte es der externen Unterstützung, die es dank Sponsoren und Instandhaltungsmittel aus dem städtischen Haushalt gab, fügt Philip Jonack an. Der 22-Jährige hat die Mütze im Jugendklub auf, der sich im Zuge eines Generationswechsel als eingetragener Jugendverein formiert hat und mit Jonack als Vorstandsvorsitzenden sowie seinen zwei Stellvertretern, Marcel Müller und Nils Krüger, von einem Dreigestirn geleitet wird. Das wiederum hat einen Klubrat installiert, der sich auf eine ausgearbeitete Klubordnung stützt. All das seien optimale Voraussetzungen für einen Neubeginn, „der ausschließlich auf Initiative der Jugendlichen zurückzuführen ist“, freut es Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD). „Die Jungs sind nicht nur fordernd aufgetreten, sie wollten etwas machen und haben sich selbst darum gekümmert“, so das Stadtoberhaupt. Und von Frank Rehmann, im Stadthaus zuständig für die Liegenschaften, ist zu erfahren, dass insgesamt etwa 14 000 Euro in die Sanierung geflossen sind.

Dass dieses Geld eine „gute Investition in die Zukunft“ sei, wollen die Jugendlichen fortan mit einem aktiven Jugendleben unter Beweis stellen. Auch unter Einbeziehung der Dorfgemeinschaft, obwohl es einige Bewohner im Dorf geben würde, die damit ein Problem hätten, weil Lärm und Unruhe befürchtet werden, räumt Poppe ein. Aber der ehemalige Sportlehrer will nicht zuletzt als Mitglied im Ortschaftsrat seine schützende Hand über die Jugendlichen halten und mit den Bewohnern im Kontakt bleiben, um Konflikte nicht erst aufkommen zu lassen beziehungsweise, wenn nötig, darauf moderierend einwirken.

Von Frank Schmidt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für High-Speed-Internet will die Deutsche Glasfaser GmbH auch in Machern sorgen. Michael Kölling, Regionalmanager der Firma für Mitteldeutschland, stellte vor Gemeindevertretern entsprechende Pläne vor.

09.02.2018

Filme streamen, E-Mails checken, WhatsApp schreiben – Passagiere der Regionalbus Leipzig GmbH können ab sofort auch unterwegs online sein. Das Nahverkehrsunternehmen des Landkreises Leipzig hat alle 145 Fahrzeuge mit kostenfreiem WLAN ausgestattet

07.02.2018

Bei einem Auffahrunfall auf der Bundesstraße 6 bei Machern sind am Dienstag zwei Menschen verletzt worden. Drei Fahrzeuge waren kurz vor dem Abzweig Richtung Gerichshain ineinandergefahren.

06.02.2018