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Canitz: Schwächelnder Deich wird gesichert

Canitz: Schwächelnder Deich wird gesichert

Zwei Deichbrüche hatten während der Juni-Flut in der Gemeinde Thallwitz massive Schäden angerichtet. Nachdem es anfänglich so aussah, dass die Betroffenen weiter mit dem schwächelnden Deich vor ihrer Tür leben müssen, gibt es nun doch ein erstes Aufatmen.

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Park Canitz aus der Vogelperspektive: Nach der Juni-Flut hatte das Freigelände zu großen Teilen unter Wasser gestanden. Ein rund 150 Meter langer Deichbruch hatte der Mulde Tür und Tor geöffnet. Verschließen der Bruchstelle sollen jetzt weitere Sicherungsmaßnahmen zwischen Canitz und Kollau folgen.

Quelle: Andreas Röse

Thallwitz/Canitz/Kollau. "Wir stehen kurz davor, den Auftrag für die Ertüchtigung des Deiches zwischen Canitz und Kollau auszulösen", erklärte Axel Bobbe, Betriebsleiter der Landestalsperrenverwaltung für Mulde, Pleiße und Weiße Elster.

Mit Nachdruck hatten besonders die Einwohner von Kollau eine zügige Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen im Gemeindegebiet angemahnt. Seit zehn Jahren waren sie vertröstet worden. Nach 2002 hatte es nur zu einigen Reparaturen am Wall gereicht.

Die Mulde knöpfte sich die Gegend deshalb Anfang Juni richtig vor. Der 80-Seelen-Ort Kollau stand tagelang unter Wasser. Auch in Thallwitz, Wasewitz und Nischwitz wurden einzelne Grundstücke überflutet. Massiv traf es die Kommunalen Wasserwerke Leipzig. Ganze Heerscharen von Soldaten, weiteren Einsatzkräften und freiwilligen Helfern verteidigten die Einrichtungen der KWL in Canitz und Thallwitz, von deren Funktionsfähigkeit ein Großteil der Leipziger Trinkwasserversorgung abhängt.

Unmittelbar nach der Katastrophe im Juni waren die Bruchstellen bei Canitz und Kollau mit als erste entlang der Mulde geschlossen worden. "Wir müssen aber am gesamten Baukörper etwas unternehmen", erklärte Axel Bobbe gestern gegenüber LVZ. Es bestehe dringender Handlungsbedarf.

Im Rahmen der kurzfristigen Schadensbeseitigung soll der Deich für kommende Hochwasserereignisse gewappnet werden. Dazu werden Spundwände eingebracht, um künftige Deichbrüche zu verhindern. Die Schutzeinrichtung, bestätigte Bobbe, sei nach 2002 nur an einigen Stellen repariert worden. Das diesjährige Flutereignis habe der Anlage den Rest gegeben. "Der Deich ist sehr inhomogen. Es gab zudem große Materialaustragungen. Würden wir jetzt nichts unternehmen, hält die Anlage nicht einmal Stand, wenn sie nur zur Hälfte eingestaut wäre."

"Investiert werden rund 3,3 Millionen Euro", nennt der Betriebsleiter eine Größenordnung. Eine Baustraße wurde in den vergangenen Wochen bereits angelegt. "Richtig starten werden die Arbeiten voraussichtlich Mitte November", so Bobbe zum aktuellen Sachstand. Im Zuge der Ausschreibung habe es noch Einsprüche gegeben.

Die Kollauer hoffen auf eine schnelle Realisierung und haben den Durchbruch in Sachen Deichbau ebenfalls schon registriert. "Wir sind natürlich erleichtert, dass es bald mit den von uns geforderten Arbeiten losgeht", meinte Michael Knorrn, einer der Flutgeschädigten aus Kollau. "Wir hoffen, dass die Maßnahme zügig über die Bühne geht." Schließlich wollen die Betroffenen nicht erneut um ihre Anwesen zittern, wenn die Mulde bei der nächsten Schneeschmelze oder einem Frühjahrshochwasser wieder bedrohlich anschwillt. "Aufatmen", ist der Michael Knorrn überzeugt, "können wir sicher erst, wenn das Hochwasserschutzvorhaben komplett fertiggestellt ist."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.10.2013
Simone Prenzel

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