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Wurzen Casting für Musical-Fieber in Grimma
Region Wurzen Casting für Musical-Fieber in Grimma
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05:00 01.03.2010
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Grimma

Fünf Kandidatinnen gaben alles, um Anne Welte und Robert Kessler von ihrem Talent zu überzeugen.  

„Zwölf hatten sich beworben, sieben haben wir ausgewählt und fünf sind da“, erzählt Anne Welte, erfolgreiche Musicalsängerin, bekannt durch zahlreiche CD-Produktionen und Fernsehauftritte. Gemeinsam mit Robert Kessler, Komponist und Musiker aus Berlin, bildete sie die Jury des Castings für die „Musical-Fieber Tour 2010“. Grimma war die vorletzte Station von insgesamt 180 Städten in diesem Jahr. Das „in diesem Jahr“ sollte noch entscheidend sein für die fünf, die auf ein „Ja“ der Jury warteten.

Hinter der Bühne gab sich das Quintett entspannt. Keiner hoffte, den „großen Durchbruch“ zu erreichen. Der Auftritt…. das wäre natürlich die Krönung am Spaß an der Musik. Das Geschnatter hinter der Bühne verstummte sofort, wenn vorn die ersten Töne hörbar wurden. Immer vier lauschten gepannt, wie die fünfte sang. Die Jury ließ nicht durchblicken, ob die eine besser war als die andere. Jede bekam Applaus und Tipps, die bei ernst gemeinten Absichten in Richtung Gesangskarriere, hilfreich sein könnten.

Vor allem für Helen aus Machern skizzierten die Experten Ausbildungswege auf. Mit „The winner takes ist all“, aus dem Abba-Musical „Mamma Mia“ hatte die 14-Jährige aufhorchen lassen. „Zudem bewegst du dich gut, hast eine tolle Ausstrahlung“, sagte Robert Kessler. Auch Josephin Wuttke aus Wurzen wurde Einzigartigkeit bescheinigt. „Deine Stimme erinnert an die von Amy Winehouse. Du solltest Gesangunterricht nehmen und im nächsten Jahr wiederkommen“, riet die Jury. Damit war es raus. Josephin nicht, die beiden Zwölfjährigen aus Colditz nicht, Lisa Marie nicht und auch Helen sollte es diesmal nicht sein.

Blieb also Anne. Anne, 21 Jahre jung, superschlank, und mit Gesangserfahrung. Mit strahlendem Lächeln stand die Narsdorferin auf hohen Stilettos vor den Experten. „Memory“ aus dem Musical Cats wollte sie singen. „Wieso denn das? Das haben wir heute schon dreimal gehört“, flüsterte Robert Kessler und legte die mitgebrachte CD ein. „Mein Pianist hat das eingespielt“, schnatterte Anne, erzählte, dass sie in einer Band singe und wertete als „Zeichen“, dass sie den gleichen Vornamen wie die Jury-Gewaltige trage.

Oh, ja – sie sang nicht übel. Anne sah zudem gut aus. Ihr war zuzutrauen, dass sie sich von Scheinwerfern und allen rundum nicht kirre machen ließ. Die ziehe ihr Ding durch. Doch: „In Böhlen waren mindestens zwei besser und die mussten wir nach Hause schicken“, gab Anne Welte zu. „Aber diese Anne ist nicht aus dem Muldental. Sie wäre eigentlich nach Böhlen zum Casting gekommen“, gab Robert Kessler den entscheidenden Hinweis. „Feigling“, wurde der schließlich von seiner Jury-Kollegin betitelt, als entschieden war, dass sie auch der Narsdorferin ein „Nein“ verkünden sollte. „Das Lied singt eine sterbende Katze. Du hast gut gesungen, aber uns fehlte Gefühl“, erklärte Anne Welte.

Derweil suchte Robert nebenan im Laptop, wie Jasmin, eine 20-Jährige Zwenkauerin zu erreichen ist. Sie wird am 20. März in Grimma aus Pocahontas singen. Und die Muldentaler? „Ich bin überzeugt, wenn wir im nächsten Jahr wieder hier sind, wird das was“, sicherte Robert Kessler zu. Zumindest Josephin aus Wurzen, war überzeugt, 2011 erneut eine Bewerbung einzuschicken.

Conny Hanspach

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