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Wurzen Chef-Bewerber auf Inspektions-Tour im Museum
Region Wurzen Chef-Bewerber auf Inspektions-Tour im Museum
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05:00 05.03.2010
Schulklassen besuchen oft das Wurzener Museum. Quelle: privat
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Wurzen

Heute inspizieren weitere Kandidaten das Museum und sein Umfeld. Sie kamen aus der Nähe von Köln, aus dem östlichen Sachsen und ganz aus der Umgebung – die potenziellen künftigen Leiter des Wurzener Museums. Inkognito wollten vorerst alle bleiben, da sie noch anderswo in Lohn und Brot stehen. So ist Diskretion Ehrensache.Gleich als sich die kleine Gruppe in der Domgasse 2 eingefunden hatte, kam Bettina Kretzschmar ohne Umschweife auf den Punkt. Sie lobte einerseits das geschichtsträchtige Haus, sein Potenzial und dessen überregionale Bedeutung. Andererseits schenkte sie den Besuchern, allesamt hochqualifiziert und zum Teil mit Doktortitel ausgestattet, „reinen Wein“ ein. Denn die Aufgaben, die von einem künftigen Museumschef oder einer -chefin zu lösen sind, haben es in sich. Da passt nicht mal das Knarren der alten Treppen und Dielen als akustisches Bild. Nicht nur die leeren Kassen der Stadt und die statischen und bautechnischen Probleme des Hauses sind zu nennen, nicht nur der Inventarisierungsstau und die zahlreichen Utensilien wie Grafiken und Möbel, die zum Teil unter „suboptimalen Bedingungen“ ausgelagert sind. Strategisch gehe es vor allem darum, ein Sammlungskonzept zu erstellen, die Sammlung wieder zusammenzuführen und die Profilierung des Hauses zu erreichen. Auch der Ringelnatzverein und der Freundeskreis des Museums sollten stärker an das Haus gebunden werden, so Kretzschmar. Die ungeklärte Frage, wo sich das Büro des künftigen Leiters befinden werde, spielte eine absolut untergeordnete Rolle.Die Gäste fragten auch nicht nach dem Chefbüro, sondern interessierten sich vielmehr für vorhandene und nicht vorhandene Technik, für Besucherzahlen, Finanzierungssäulen und pädagogische Projekte und Konzepte. Da wurde fleißig notiert und genauestens inspiziert. Freilich waren auch skeptischen Blicke wahrzunehmen. Nach dem Rundgang ist der Tenor der Gäste eindeutig: viel Potenzial, dass es zu heben gilt. Auf die neue Führung wartet reichlich Arbeit.Neun Damen und Herren der insgesamt 56 Bewerber werden vorab das Museum inspizieren. Zur Entscheidung über die Vergabe der Leitungsstelle kommt es am 15. März ab 18.30 Uhr. Im Rahmen einer gemeinsamen Sondersitzung des Verwaltungs- und des Kulturausschusses im Stadthaus werden sich voraussichtlich noch einmal drei Bewerber vorstellen. Anschließend wird eine Entscheidung bekanntgegeben. 

Drago Bock

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