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Christoph Steinert freut sich auf neue Aufgabe in Brandis

Pfarrstelle Christoph Steinert freut sich auf neue Aufgabe in Brandis

Der gebürtige Leipziger Christoph Steinert trat nach dem Weggang von Ulrich Seidel die Pfarrstelle in Brandis an. Zuvor war er in Riesa tätig. Er freut sich auf die neue Herausforderung.

Pfarrer Christoph Steinert freut sich auf neue Herausforderungen.

Quelle: Thomas Kube

Brandis. Nach der Verabschiedung von Vorgänger Ulrich Seidel hat Brandis einen neuen Pfarrer. Für die Kirchgemeinden Brandis-Polenz und Beucha-Albrechtshain trägt seit wenigen Wochen Christoph Steinert die Verantwortung. Zuletzt war der gebürtige Leipziger in Riesa tätig. Nach dem Theologie-Studium, das Steinert in Leipzig absolvierte, war Lampertswalde bei Großenhain ab 1991 seine erste Station als Seelsorger. „Ab 2007 folgte dann die Pfarrstelle in Riesa.“ Jetzt, so formuliert es der 52-Jährige, sei es an der Zeit gewesen, sich noch einmal einer neuen Herausforderung zu widmen.

Als die Brandiser Pfarrstelle ausgeschrieben wurde, war Steinerts Bewerbung eine von zwei Interessenbekundungen. Der Kirchenvorstand entschied sich nach Gesprächen und auch einer Vorstellung vor den Mitgliedern der beiden Kirchgemeinden für den gebürtigen Leipziger. Steinert wiederum hatte an der Ausschreibung besonders gefallen, dass man in und um Brandis großen Wert auf den Gottesdienst lege. „Das entsprach genau meiner Intention. Ich erlebe auch in der Tat, dass die Gottesdienste hier gut besucht sind.“ Besonders reizvoll sei außerdem das breite Spektrum, das die Arbeit mit sich bringe. Zum Aufgabengebiet gehören Taufen, Beerdigungen, aber auch der Konfirmandenunterricht, die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten des CVJM oder Andachten im Pflegeheim Bergstraße. Die Arbeit sei sehr vielfältig.

„Brandis erlebe ich als hochengagierte Gemeinde, in der die Aufgaben auf viele Schultern verteilt sind und sich viele Leute einbringen.“ Viele Veranstaltungen wie zum Beispiel der jüngste Weltgebetstag würden von den Mitgliedern in eigener Verantwortung und sehr engagiert vorbereitet. „Riesa war eine richtige Stadtgemeinde mit rund 3000 Kirchgemeinde-Mitgliedern. In Brandis mischt sich die Atmosphäre einer Kleinstadt mit ländlichen Zügen. Das macht den besonderen Reiz aus“, findet Christoph Steinert.

Wie bereits in Riesa stehen vor dem Seelsorger auch bauliche Aufgaben. An seiner letzten Wirkungsstätte galt insbesondere der Rekonstruktion der Riesaer Klosterkirche große Aufmerksamkeit. Dass die Kirche neben ihrer Funktion für Gottesdienste oder Taufen zum beliebten Ort für Konzerte und Vorträge geworden ist, auch nichtreligiöse Menschen anzieht, freute Steinert besonders. Bei seiner Verabschiedung versicherte er den Riesaern, dass er auch die Orgelrekonstruktion 2017 sehr interessiert verfolgen werde. Auch in Polenz stehe die Einweihung der Orgel unmittelbar bevor. Hier sei es dem sehr engagierten Eintreten vieler Ehrenamtlicher und des ganzen Dorfes zu verdanken, dass man nun am 22. Mai zur feierlichen Einweihung schreiten könne. „Das wird ein besonderer Höhepunkt für die Kirchgemeinde und den ganzen Ort werden“, ist sich Steinert sicher. Weitere Sanierungen, zum Beispiel am Gemeindehaus am Kirchplatz, müssten in den nächsten zwei Jahren angegangen werden.

Mit dem personellen Wechsel ging auch eine Neuwahl in den Kirchenvorständen einher. Als Stellvertreter fungiert nun in beiden Gremien Pfarrer Steinert. In Brandis wurde Ingrid Böhme erneut an die Spitze gewählt. In Beucha-Albrechtshain bleibt Eckhard Harnisch Vorsitzender. Insgesamt zählen beide Kirchgemeinden rund 1200 Gläubige.

Steinert ist in zweiter Ehe verheiratet. Der Theologe ist Vater von drei erwachsenen Kinder. Zur Familie gehören außerdem mehrere Enkel.

Von Simone Prenzel

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