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Wurzen Citymanager informieren über Themen Einzelhandel und Wohnen
Region Wurzen Citymanager informieren über Themen Einzelhandel und Wohnen
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06:01 07.06.2018
Blick in die Wenceslaigasse: Gerade hier zeigt sich ein hoher Leerstand von Geschäften. Die vier Citymanager wollen gemeinsam mit den Hauseigentümern der Innenstadt und der Ostvorstadt neue Impulse geben. Quelle: Archiv
Wurzen

Lässt sich die Innenstadt mit kreativen Angeboten beleben? Können Schaufenster online gehen? Passen alternative Wohnformen in eine Kleinstadt wie Wurzen? Diese Themen und mehr wollen die vier Citymanager am Dienstag, 19. Juni, im großen Saal des Kulturhauses Schweizergarten beim Stadtgespräch mit den Bürgern diskutieren.

Bestandsaufnahme in der Ostvorstadt fertig

Wie berichtet, ist das Quartett seit Jahresbeginn im Auftrag der Verwaltung in Wurzen unterwegs, um die Ostvorstadt und die Innenstadt genauer unter die Lupe zu nehmen. Beide Stadtteile sind Gebiete der Städtebauförderprogramme „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ und „Soziale Stadt“ und sollen als Standorte für Handel und Wohnen aufgewertet werden. „In der Ostvorstadt sind wir mit der Bestandsaufnahme fertig und können jetzt mit konkreten Projekten loslegen“, berichtet Michael Stellmacher, Mitglied des Teams.

Kontakt zu den Eigentümern

Als nächster Schritt würde nunmehr der Kontakt zu den Eigentümern leerer oder sanierungsbedürftiger Immobilien aufgenommen. Ziel sei es, in Erfahrung zu bringen, welche Vorstellungen die Eigentümer über die Nutzung in Zukunft haben. Ihnen wollen die Citymanager neue Impulse geben und sie über die finanziellen Chancen als auch alternative Modelle nicht nur in der Ostvorstadt informieren, darunter kooperative Wohnformen oder das Ausbauhaus. Beim Ausbauhaus, gelegentlich Mitbauhaus genannt, handelt es sich um ein Fertigteilhaus, dessen Innenausbau der Bauherr selbst zum Teil oder ganz vornimmt.

Fortschritte für die Innenstadt

Fortschritt verzeichnet das Quartett zudem fürs zweite Stadtquartier – der Innenstadt. Jedoch war es im Gegensatz zur Ostvorstadt weitaus komplexer, hinsichtlich der Nutzung eine Ist-Analyse zu erstellen. Der Grund: „Es ist schwerer, zu erkennen, was wirklich leer steht oder anders als für ein Geschäft genutzt wird“, so Stellmacher. Bei alledem planen die Fachleute eine Übersicht sowie Gespräche mit den Eigentümern. Zugleich verdeutlichten die Citymanager, dass sie Ideen, die es in Wurzen bereits gegeben hat, aufgreifen wollen. Ein Beispiel dafür sei das „digitale Schaufenster“. Jener Vorschlag für den 2014er-Wettbewerb „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ stammte seinerzeit aus der Feder des Vereins Standortinitiative Wurzen & Wurzener Land.

Werbung für Wurzen in Leipzig

Stellmacher und seine Kollegen richten ihren Blick aber nicht allein auf die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten, sondern gleichfalls auf die Nutzer. Deswegen sind sie insbesondere in Leipzig unterwegs, um dort mittels Info-Veranstaltungen für Wurzen zu werben. „Es wird aber nicht nur geredet. Zum Tag der Städtebauförderung am 5. Mai organisierten wir einen Rundgang durch Wurzen und zeigten Interessenten die Potenziale auf.“ Darunter in der traditionsreichen Leuchtenmanufaktur, wo freie Räume für Ateliers, Co-working und nicht störendes Gewerbe entstehen könnten. Das Thema Kultur- und Kreativwirtschaft im Badergraben 16 spielt übrigens beim Stadtgespräch eine Rolle. Zu Gast ist der Eigentümer.

Einzelhandel und Wohnen

Daneben stehen an diesem Abend natürlich der Einzelhandel und das Wohnen auf der Agenda. „Es lohnt sich also, den 19. Juni ab 18.30 Uhr im Kalender vorzumerken. Gemeinsam wollen wir im Schweizergarten über die Potenziale sprechen und Raum zum Kennenlernen und Vernetzen ermöglichen.“, hofft Citymanagerin Jana Fischer auf Resonanz.

Um eine Anmeldung für das Stadtgespräch wird bis zum 11. Juni gebeten per E-Mail  citymanager@wurzen.de oder telefonisch 03425/85 60-148.

Von Kai-Uwe Brandt

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