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DRK Muldental investiert im Lossatal

DRK Muldental investiert im Lossatal

Sobald die Baugenehmigung vorliegt soll es los gehen. Dann wird der DRK-Kreisverband Muldental mit Sitz in der Wurzener Walther-Rathenau-Straße gut 500 000 Euro in die Sanierung der Falkenhainer Störmer-Villa am Doktorweg 1 investieren.

Wurzen/Falkenhain. Wie berichtet, bietet das Objekt in der Gemeinde Lossatal nach den Bauarbeiten 17 Kindern von 0 bis zehn Jahren ein neues Zuhause.

"Wir warten jeden Tag auf das Okay, um mit dem Vorhaben zu starten", kündigt DRK-Vorstand Bettina Belkner an. Gemeinsam mit Jens Stiller bildet Belkner die Doppelspitze beim hiesigen Wohlfahrtsverband und freut sich auf das aktuelle Projekt. Denn die Finanzierung steht, die Zusammenarbeit mit Lossatal und anderen Partnern klappte reibungslos. "Mitte des Jahres könnte demzufolge unser zweites Kinderheim nach der Einrichtung in Waldsteinberg in Betrieb gehen", so Belkner. Eigentlich hatte das DRK im Vorjahr die Immobilie eher zufällig erstanden und ursprünglich mit einer Senioren-Wohngemeinschaft geliebäugelt. Den Richtungswechsel begründet die DRK-Chefin nicht nur mit den guten Erfahrungen in Waldsteinberg und der idealen Lage des Objektes, sondern ebenso mit gesellschaftlichen Entwicklungstrends. So müsse sich der Kreisverband stets an den derzeitigen Erfordernissen orientieren, die Palette der Angebote anpassen und sich strategisch neu ausrichten. Am Doktorweg jedenfalls finden in Zukunft 17 Kinder zwischen 0 und zehn Jahren eine Heimstatt, werden dann 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche betreut. Für den Wohlfahrtsverband bedeute dies, nicht nur in die Rekonstruktion der Villa zu investieren. "Schließlich benötigen wir zwölf Fachkräfte, vor allem staatlich anerkannte Erzieher sowie Sozialpädagogen." Erste Gespräche mit Bewerbern laufen bereits. Der hohe Personalbestand sei laut Belkner schon deswegen vonnöten, weil unter den Schützlingen Babys seien, die einen Nachtdienst erfordern. "Und wir dürfen nicht vergessen, dass die Kinder mit einem Trauma hierher kommen."

Über die Jahre hin hat sich der Wohlfahrtsverband übrigens zu einem Großarbeitgeber in der Stadt gemausert, wie Belkner anmerkt. Mit Stand 31. Dezember 2013 beschäftigt das DRK 210 Mitarbeiter, 80 in der gemeinnützigen Tochtergesellschaft Rettungs- und Hilfsdienst GmbH. "Ende 2014 sind es wahrscheinlich 250 Leute." Doch ohne die knapp 4000 Fördermitglieder und ihrem ehrenamtlichen Engagement würde so manche Aufgabe nicht zu schaffen sein, lobt Belkner zugleich den Einsatz der vielen Freiwilligen. "Unsere Stärke ist und bleibt das Ehrenamt."

Zurück zum Thema künftige DRK-Angebote spricht Belkner noch ein mögliches Betätigungsfeld an, mit dem sie sich momentan beschäftigt und in Gesprächen ist - das Quartiersmanagement. Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung bedarf es nach Ansicht der Fachfrau eines Leistungsnetzwerkes auf lokalem Terrain. "Darunter verstehe ich nicht nur das altersgerechte Wohnen, sondern die Nähe zu Begegnungsstätten, Therapiemöglichkeiten sowie nahen Kooperationen von Ärzten, Apothekern und Fahrdiensten." Zwei Quartierskonzepte habe das DRK schon beim Deutschen Hilfswerk eingereicht.

@www.drkmuldental.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.02.2014
Kai-Uwe Brandt

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