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Wurzen DRK sucht Betreuer für junge Asylbewerber in Hohburg und Bennewitz
Region Wurzen DRK sucht Betreuer für junge Asylbewerber in Hohburg und Bennewitz
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13:59 30.11.2015
Für die Betreuung von jungen Flüchtlingen sucht das DRK Muldental Personal. Quelle: dpa
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Landkreis Leipzig

Wenn alles wie geplant läuft, wird der Kreisverband Muldental des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schon bald bis zu 64 junge Asylbewerber betreuen. Die jungen Leute sollen in Unterkünften in Hohburg und möglicherweise Bennewitz leben, kündigt Bettina Belkner, Vorstand des DRK Muldental in ihrer Funktion als Geschäftsführerin der DRK humanitäre Nothilfe im Muldental gGmbH an. Ein Unternehmen, das erst kürzlich gegründet wurde, um sämtliche Aktivitäten des Wohlfahrtverbandes in Sachen Asylbewerber zu bündeln. Aufgaben, die sich Bettina Belkner zufolge schon aus der Satzung des DRK ergeben, in der festgeschrieben ist, „dass wir Menschen in humanitären Notlagen helfen“.

Unterkünfte in Hohburg und Bennewitz geplant

So wie in Döbeln, wo das DRK Muldental eine Erstaufnahme von Flüchtlingen betreibt. Oder im Brandiser Ortsteil Waldsteinberg, wo die DRK humanitäre Nothilfe im Muldental gGmbH zunächst zwölf unbegleitete Minderjährige betreute. Mittlerweile hat sich deren Zahl verdoppelt, und weil auch bei den Asylbewerbern unter 18 Jahre alle Prognosen nur eine sehr begrenzte Halbwertzeit haben, ist klar, dass weitere Unterkünfte geschaffen werden müssen. So gibt es konkrete Planungen in Hohburg, wo in einer Etage des ehemaligen Hotels „Zur Hohburger Schweiz“ Wohnungen für jugendliche Flüchtlinge entstehen sollen. Vorgesehen sind zwei Wohnungen, in die insgesamt 28 Jugendliche einziehen sollen. Auch die ehemalige Jugendherberge in Hohburg wird zur Unterkunft von unbegleiteten Minderjährigen. „Dort könnten wir acht bis zwölf Leute unterbringen“, sagt Geschäftsführerin Belkner.

In beiden Fällen will das DRK seine Erfahrungen aus Waldsteinberg nutzen, wo es Pädagogen sowie einen Dolmetscher für die jungen Asylbewerber gibt. Die sind nach Angaben von Bettina Belkner „sehr kultiviert und interessiert“. Derzeit besuchen sie den Unterricht Deutsch als Zweitsprache (DaZ), bevor später entschieden wird, in welche Schulklasse sie gehen können. Die jungen Leute werden nicht anders behandelt als deutsche Mädchen und Jungen in einem Kinderheim. Weil sie minderjährig sind, kommen sie nicht in eine ganz normale Asylbewerberunterkunft.

Offenheit gegenüber den jungen Ausländern in Brandis

Was Bettina Belkner freut, ist die Offenheit in Brandis gegenüber den jungen Ausländern. Es gebe Lehrer, die ihre Bereitschaft erklärt haben, den jungen Leuten Deutsch beizubringen. Eine Fahrradwerkstatt habe die Jugendlichen ebenso eingeladen wie ein Tanzstudio. Die städtische Integrations- und Gleichstellungsbeauftragte Antje Busch-Sandmann habe sich als Ansprechpartner angeboten. Das, hofft die Geschäftsführerin, sollte auch andernorts möglich sein.

Etwa in Bennewitz, wo es Gespräche zur Errichtung einer Unterkunft für unbegleitete Minderjährige gibt. Konkret im Jugendhaus. In einer Etage könnten dort zwölf Jugendliche ein Zuhause finden, „aber das Jugendhaus bleibt natürlich“, betont Bettina Belkner. In Bennewitz gebe es aber sehr viel Integrationsbereitschaft, etwa bei der Feuerwehr oder dem Sportverein.

Die Arbeit speziell mit jungen Asylbewerbern wird auch zu einer Personalfrage. Die DRK humanitäre Nothilfe im Muldental gGmbH sucht deshalb pädagogisches Personal, wobei potenzielle Bewerber keineswegs vom Fach sein müssen. Sie müssten aber die Bereitschaft zu einer entsprechenden Ausbildung haben.

Von Nikos Natsidis

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