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Wurzen Der Gaudlitzberg ruft zum 18. Bergfilmfestival
Region Wurzen Der Gaudlitzberg ruft zum 18. Bergfilmfestival
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14:28 04.08.2016
Peter-Hugo Scholz (r.) und Alexander Probst: Für die Organisatoren des 18. Bergfilmfestivals am ersten Septemberwochenende hat der Countdown begonnen. Quelle: Foto: Frank Schmidt
Lossatal/Thallwitz

„Liebe Kino-Eulen, liebe Outdoor-Freunde. Willkommen zum 18. Bergfilm-Festival mit Boulder-Cup, witzigen Sportwettkämpfen, Buchlesungen, alpiner Seilbahn und natürlich mit spannenden Bergfilmen sowie Livemusik am Lagerfeuer.“ So ist die Einladung zur Neuauflage des Film-Open-Airs im Steinbruch am Gaudlitzberg zwischen Kleinzschepa und Röcknitz in der Hohburger Schweiz formuliert. Was mehr könnte man dem noch hinzufügen, um auf eine sportliche und kulturelle Tradition aufmerksam zu machen, die zum Markenzeichen der Region geworden ist und alljährlich aufs Neue zahlreiche Besucher magisch anzieht?

„Nun vielleicht, dass nach dem Bergfilmfestival vor dem Bergfilmfestival ist“, sagen dazu Peter-Hugo Scholz und Alexander Probst. Denn kaum, dass die beiden Cheforganisatoren vergangenes Jahr die Lichter und den Beamer am Gaudlitzberg ausgeschaltet und die Leinwand eingerollt hatten, krempelten sie schon wieder die Ärmel hoch, um das neue Event 2016 vorzubereiten.

Wer die Bergfilmnacht kennt oder schon dabei war, weiß, dass diese eben nicht nur, wie es der Name suggeriert, etwas mit Freilichtkino zu tun hat. „Zwar hat das alles mit Filmen und nur mit Filmen angefangen. Damals noch am Spielberg in Böhlitz. Aber längst ist daraus mehr geworden, nämlich ein Festival für die ganze Familie und das für ein ganzes Wochenende“, sagt Scholz.

Er denkt an den Spielberg mit seinem wunderschönen See. Damals kam die Idee auf, das Filmfestival schon nachmittags zu beginnen, um es mit sportlichen Aktivitäten auf dem Wasser zu koppeln. „Verrückte Sachen gab es da. Seilziehen auf dem See, Fischerstechen in Pappbooten oder Laufen über den See. Und die Krönung war Kanupolo“, blickt Scholz auf diese Zeit zurück. Doch die Wehmut hält sich in Grenzen, weil sich das Areal am Gaudlitzberg ebenso gut eignet und anbietet, sportlich aktiv zu sein. Für dieses Jahr ist eine „lustige Olympiade“ geplant. „Nur mit Spaßwettkämpfen, für die man nicht trainieren muss und die deshalb jeder mitmachen kann. Ohne jedwede Dopinggefahr“, sagt Alexander Probst schmunzelnd. Den Siegern und Platzierten winken Preise, die alle von regionalen Sponsoren kommen. „Sinnvolle Preise von Outdoor-Ausrüstern, mit denen man wirklich etwas anfangen kann“, ergänzt Scholz.

Grundsatz für das neue Bergfilmfestival ist: „Bewährtes wird gepflegt, Neuerungen bekommen eine Chance.“ Zum Beispiel der Boulder-Cup, eine Variante des seitlichen Kletterns in Absprunghöhe. Das Bouldern habe sich seit den 1970er-Jahren als eigenständige Disziplin im Klettersport etabliert. „In dieser Sache werden auch Ehrengäste aus Albanien erwartet – Mitglieder der alpinistischen Nationalmannschaft. Und ein Film-Regisseur, der schon mit auf dem höchsten unserer Berge war“, kündigt Scholz an.

Apropos Film: Natürlich werden auch wieder Filme auf eine sechs mal acht Meter große Leinwand projiziert. „Das werden sogenannte Autorenfilme sein, die man im Fernsehen nicht sehen kann, da sie mit ihren unterschiedlichen Längen von beispielsweise sieben oder 39 Minuten in kein Fernsehformat passen“, weiß Scholz, der selbst Filmemacher ist.

„So wie die LVZ für unser Bergfilmfestival ein Medienpartner ist, arbeiten wir auch mit Kollegen von der Sendung Bergauf-Bergab im Bayrischen Rundfunk zusammen. Von dort bekommen wir sowohl Filme als auch Hinweise auf Filme, die aber allesamt einen Bezug zum Berg sowie zur Natur haben“, erklärt Scholz.

Und das Beste kommt zum Schluss. Die Jury für die fünf Wettbewerbsstreifen ist das Publikum. Es entscheidet über den Nachtsieger der Bergfilmnacht.

Von Frank Schmidt

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