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Wurzen Der Schnee kann kommen: Winterdienst im Landkreis Leipzig ist vorbereitet
Region Wurzen Der Schnee kann kommen: Winterdienst im Landkreis Leipzig ist vorbereitet
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13:00 09.12.2015
Das Streusalz ist eingelagert. 7000 Tonnen haben die Straßenmeistereien im Landkreis Leipzig gebunkert. Quelle: Frank Schmidt
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Landkreis Leipzig

Für das über 1000 Kilometer fassende Straßennetz aus Bundes-, Staats-, und Kreisstraßen des Landkreises Leipzig stehen den vier betreuenden Straßenmeistereien rund 7000 Tonnen Streusalz zur Verfügung. Das sei auch für einen überdurchschnittlich verlaufenden Winter mehr als genug, so Rolf Löcher, Leiter des Amts für Straßen – und Hochbau und Liegenschaftsverwaltung in Borna. Derzeit koste eine Tonne Streusalz etwa 60 Euro. 110 Mitarbeiter sorgen mit 20 Fahrzeugen für sichere Straßen. Für den Fall, dass mehr Fahrzeuge benötigt werden, gibt es Verträge mit Unternehmen, die diese dann bereitstellen.

Noch hält sich die Arbeit bei den Winterdiensten im Landkreis Leipzig in Grenzen. Bisher gab es sieben Einsatztage, im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum sogar nur drei. Dauerhafte, flächendeckende Glätte gab es in der aktuellen Wintersaison noch nicht. Trotzdem sind die Winterdienste (wie jedes) Jahr seit November in Bereitschaft.

Die Autobahnmeisterei Leipzig betreut 43 Kilometer der A14 und 30 Kilometer der A38. Das gesamte Autobahnsystem in Sachsen fasst 600 Kilometer. Dafür stehen 28 000 Tonnen Streusalz und 950 Kubikmeter Salzsole bereit. Im Notfall kann auf eine Reserve von 8000 Tonnen Streugut zurückgegriffen werden. Aufgrund des milden Winters belief sich der Bedarf während der vergangenen Saison auf gerade einmal 19 000 Tonnen im gesamten Land. Das Hauptaugenmerk bei den Räumungsarbeiten liegt auf der Früherkennung von Gefahren. „Wir wollen präventiv arbeiten, also Glätte verhindern“, so Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Man setze auf Glättemeldeanlagen, die regelmäßig Daten von den Straßen senden. „Es ist immer jemand da.“, so Siebert. „Wir können schnell reagieren. Am Tag und in der Nacht.“

Auch in den Kommunen ist man auf Eis und Glätte eingestellt. In Geithain zum Beispiel lagern 26 Tonnen Streusalz für die Wintersaison. Da das Salz aber sowohl der Natur als auch der Straßensubstanz schaden könne, versuche man den Einsatz zu reduzieren, so Petra Bräutigam vom Bauhof in Geithain. Zum Abstumpfen glatter Straßen stehe ausreichend Splitt zur Verfügung. In Wurzen lagern 120 Tonnen Streusalz, in Grimma 200 Tonnen. Neben herkömmlichen Schichtplänen, die den Dienst von früh morgens bis spät abends regeln, gibt es Bereitschaftsdienste, um bei starkem Schneefall und der Gefahr von Schneeverwehungen rund um die Uhr räumen zu können.

Die Streupflicht der Kommunen besteht an verkehrswichtigen, gefährlichen Stellen, also zum Beispiel Kreuzungsbereichen und Hauptstraßen, so schreibt es das sächsische Straßengesetz vor. Außerdem werden Bushaltestellen und öffentliche Parkplätze, sowie Anlagen für Radfahrer und Fußgänger geräumt. Letzteres geschieht oft in Handarbeit und ist sehr zeitintensiv. Deshalb könne an solchen Stellen nicht ständig geräumt werden, so Bräutigam.

Die Winterdienste stehen vielerorts außerdem vor Problemen, die aus der Unachtsamkeit der Verkehrsteilnehmer resultieren. Immer wieder werde Schnee aus Garagenausfahrten und von den Gehwegen auf die Straßen und in Schnittgerinne geschoben. Damit könne das Tauwasser kaum ablaufen und gefriere stattdessen wieder, so Bräutigam. Außerdem würden außerhalb gekennzeichneter Flächen parkende Fahrzeuge besonders in Kurvenbereichen für Behinderungen bei den Arbeiten sorgen.

Ein Blick auf die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes für die nächsten Tage legt aber nahe: Es wird zunächst bei einer Bereitschaft bleiben. Für einen Einsatz der Winterdienstfahrzeuge fehlt zumindest bis Wochenende der Schnee. Die Temperatur im Landkreis Leipzig fällt auf den Bereich um den Gefrierpunkt.

Von Nathalie Helene Rippich

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