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Wurzen Der Spaß steht beim Nemter Dorffest im Mittelpunkt
Region Wurzen Der Spaß steht beim Nemter Dorffest im Mittelpunkt
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00:35 15.07.2015
Spannend wie bei der Tour de France: Kamerad Martin Hempel schickt die Miniatur-Flöße auf die Mühlbach-Regatta. Quelle: Roger Dietze
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Wurzen/Nemt

Und in der Tat: Wie bei der großen Rad-Schleife durch das Nachbarland lagen - abgesehen von der Spannung - auch im Wurzener Ortsteil Freude und Enttäuschung nah beieinander. Eine Erfahrung, die Valea Weichert machen musste. Bis zur Hälfte des Rennens noch wie der klare Sieger aussehend, geriet das von Papa Sebastian aus einer Styroporkiste gefertigte Wassergefährt in den Uferbereich, wo es nahezu zum Stillstand kam, derweil die Konkurrenz vorbeizog. Familie Weichert trug die jähe Wendung der Ereignisse mit Fassung in dem Wissen, dass Sohnemann Vasco mit dem gleichen Boot vor sechs Jahren Platz zwei belegt hatte.

Der Spaß stand am Sonnabend jedoch nicht nur beim Floßrennen des Nemter Nachwuchses, sondern auch beim Bauerntheater im Mittelpunkt. Die Hobby-Mimen um Kathleen Konrad hatten sogar in den zurückliegenden, von zahlreichen Proben geprägten Wochen und Monaten so viel Lust und Laune, dass laut der Milchgut-Mitarbeiterin alle nach dem samstäglichen Auftritt in ein kleines Loch fallen würden. "Wir sind eine richtig dufte Truppe mit einem guten Zusammenhalt, und jedes neues Stück schweißt uns noch mehr zusammen", so Konrad, deren Bauertheater-Truppe sich auch nicht von einer Reihe von Pleiten, Pech und Pannen so schnell aus der Bahn werfen lässt. Nachdem einer der Darsteller kurzfristig einer Operation wegen, ein zweiter noch kurzfristiger dienstlich ausgefallen war, ging das diesjährige Stück "Der Franzosenbrunnen oder Froschschenkel à la 1813" in einer improvisierten Form über die Festzelt-Bühne.

Das Glück nicht unbedingt auf seiner Seite hatte auch der Vorsitzende des für das Dorffest gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr hauptverantwortlich zeichnenden Nemter Männerchores. Heinz Hempel. Dessen Stimme nämlich hatte ausgerechnet an jedem Tag, an dem sich der Klangkörper anlässlich seines 125. Gründungsjubiläums sechs Chöre aus der Nachbarschaft eingeladen, ihren Geist aufgegeben. "Als zweiter Bass wäre ich ja noch ersetzbar, aber ich muss ja auch noch ein paar einleitende Worte sprechen", so Hempel mit krächzender Stimme zu Beginn der Dorfsause. Keine großen Worte verloren auf dieser unterdessen die Akteure der Nemter Jugendwehr. Vielmehr ließen sie in diese Jahr Bilder für sich sprechen. In Form einer Powerpoint-Präsentation der vergangenen sehr erfolgreichen Jahre. "Als ich hier mein Amt 2009 angetreten habe, bestand die Jugendwehr lediglich aus zwei Mitgliedern, heute sind es deren neun", so Jugendwart Robert Keilhauer nicht ohne Stolz. "Über die eigentliche Feuerwehrthematik hinausgehend unternehmen wir sehr viel mit dem Nachwuchs", verrät Keilhauer das Geheimnis.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.07.2015
Roger Dietze

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